W I D E R H A L L - Nr. 62
M a i / J u n i ~ P F I N G S T E N ~ 2 0 1 1 .
Ein privates Weltnetz-Magazin aus Deutschland.
Guten Tag wünscht Karl-Heinz.Heubaum(A)t-online.de
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Elke Fuchs - Dr. Gundolf Fuchs

1.) UNO- oder Nato-Einsatz in Libyen - pro und contra. -
Auseinandersetzung über den völkerrechtlichen Gesichtspunkt.
Die Angriffswilligen haben sich durchgesetzt.

2.) Die Libyen-Politik wird immer verbrecherischer.
Russische Ärzte, die in Libyen geblieben sind, klagen brutale
Kriegführung an. Weil Gaddafi Zivilisten getötet haben soll, wurde
gegen ihn Krieg geführt, bei dem viel mehr Zivilisten uns Leben kommen!

3.) Ist das der Sinn der vom CIA geschürten Unruhen in Nordafrika?!
Überfremdungsmaßnahmen werden durch den Angriff auf Libyen in zweifacher
Hinsicht gefördert. Eindämmung der Flüchtlinge durch Gaddafi entfällt,
und Flüchtlingsmassen werden erzeugt!

4.) Merkwürdige Berichterstattung über dreifachen Kindermörder.
Zweimal bereits mit dem Sittlichkeitsgesetz in Konflikt Geratener
gilt als nicht vorbestraft!?!?

5.) Leugnen, ein beliebter Vorwurf von Menschen, die die Wahrheit
fürchten! Eine logische Frage, die nicht beantwortet wird.
Das ist verdächtig.

6.) Aus der Geschichte nichts gelernt (über Hintergründe zur Geldpolitk).
Wie durch erzwungene Golddeckung der deutschen Währung die deutsche
Wirtschaft durch Zinsbelastung erdrosselt wurde.

7.) Eine Erkenntnis über das Wesen der Völker. 1973 meint "Merian" noch,
daß die Menschen nach Völkern gesondert werden müßten.

8.) Der Herero-Aufstand und der Völkermord-Vorwurf.
Die Geschichte ohne Scheuklappen betrachtet.

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1.) U N O - O D E R ~ N A T O - E I N S A T Z ~ I N ~ L I B Y E N -
- - P R O ~ U N D ~ C O N T R A .

Wenn man die Betrachtungen zum Eingreifen der "Weltgemeinschaft" bezüglich Libyens in der FAZ, 22.03.11, S.
32, "Der libysche Aufstand gegen Gaddafi ist illegitim" von Reinhard Merkel und die vom 23.03.11: "Wenn
Gaddafi mit blutiger Rache droht" von Prof. Oliver Jungen liest, staunt man, wie verschieden das Völkerrecht und
die Maßnahmen zur Sicherung der "Menschlichkeit" bewertet werden.

Würde man nicht die Weltpolitik kennen, die sich oft zur Verschleierung ihrer wahren Ziele moralische
Mäntelchen umhängt, dann könnte man der Bewertung des Beitrags von Prof. Jungen mehr zustimmen, weil er
die Menschlichkeit in den Vordergrund stellt. Aber die Worte der Menschlichkeitsapostel sind derart von der
Wirklichkeit entfernt, daß sie angesichts der tatsächlichen Machtpolitik wie Hohn wirken.

In den USA werden Gefangene in Guantanamo so brutal gefoltert, daß der jetzige US-Präsident Obama als
Präsidentschaftskandidat viele Wählerstimmen gewinnen konnte, weil er die Schließung dieses Foltergefängnisses
versprach. An die Macht gekommen, geschah aber nichts, und inzwischen gibt es bereits wieder Stimmen im US-
Kongreß, die die Methoden sogar legalisiert haben wollen!

Israel geht gegen die Palästinenser lebensbedrohend vor. Das wird gelegentlich auch im Westfernsehen gezeigt
und gerügt, aber die gleichen Medien vertreten schnell wieder den einseitigen Standpunkt, den Israel einnimmt,
nämlich daß es allein das Opfer haßerfüllter Feinde sei.

Und noch ein Gedanke, der die Verlogenheit der "Realpolitik" aufzeigt. In der BRD wird die ungeliebte NPD
durch den Verfassungsschutz so gesteuert, daß sich die große Mehrheit der Bürger von dieser Partei abgestoßen
fühlt. Hier ist die Heuchelei zu beachten, mit der das Volksbewußtsein durch Agitatoren in Mißkredit gebracht
werden soll. Der Mossad arbeitet entsprechend unter den Palästinensern. Er verführt einige dazu, harmlose
Raketen auf Israel abzufeuern, worauf Israel nach der westlichen Meinung das Recht hat, mit schweren
Bombardements zu antworten. Und die Vergeltungsmaßnahmen schließen zugleich auch Versuche zur
Gebietserweiterung ein, wie der Siedlungsbau beweist, der trotz gelegentlichen Theaterdonners auch aus den USA
nicht gestoppt wird.

Hier einige Argumente von Reinhard Merkel gegen den Einsatz: Daß Merkel nicht für Gaddafi ist, geht gleich aus
dem Vorspann hervor: "Schickt den Diktator zum Teufel - aber bitte nicht mit einem Krieg! Es ist ein trostloser
Befund: Die Intervention der Alliierten in Libyen steht auf brüchigem normativen Boden." Es geht Merkel also um
das Recht, das um eines Augenblickzieles nicht unbeachtet bleiben darf. Das kommt auch in weiteren
Ausführungen zum Ausdruck: "Ob man Gewalttaten unterbinden oder Diktatoren zum Teufel jagen sollte -
selbstverständlich soll man das, so gut es geht, sei die eine Sache. Eine ganz andere (Frage) ist es aber, ob man zu
diesem Zweck einen Krieg führen darf, dessen Folgen politisch wie normativ schwer abzusehen sind."

Daß die Folgen normativ nicht abzusehen sind, zeigt der FAZ-Leitartikel "Entfremdung im Bündnis", 31.03.11, S.
1, der sich mit dem Eingreifen der Nato in Libyen beschäftigt. Es wird herausgestellt, daß das Bündnis durch
Libyen in keiner Weise bedroht ist. Also widerspricht ein Eingreifen allen bisherigen Rechtfertigungen des
Eingreifens in Bosnien, im Kosovo und in Afghanistan. Nebenbei bemerkt hatten die genannten Einmischungen
auch andere Gründe, als sie vorgegeben wurden. Hier aber geht es um das Überbordwerfen einer bisher gültigen
Norm.

Die Nichtbedrohung der Nato hat der dänische Ministerpräsident und Nato-Generalsekretär Rasmussen deutlich
herausgestellt. Trotzdem wird berichtet: "Amerika plant Bewaffnung der Gaddafi-Gegner", FAZ, ebenfalls S. 1.
Darin heißt es auch, daß England und Frankreich sich diese Maßnahme als Option offenhielten.

Bei einem formal legalen Nato-Krieg bestünde für die BRD als Bündnismitglied auch die Pflicht zur Beteiligung.
Aber das zeigt eben die "Entfremdung" im Bündnis, wobei wir Deutschen natürlich gerügt werden. So heißt es an
hervorgehobener Stelle: "Deutschlands Selbstbild vom treuen Verbündeten in der Nato stimmt schon lange nicht
mehr." Man kann auch kein treuer Verbündeter einer Organisation sein, die nun offen Angriffskriege führen will!

In der Hohenloher Zeitung, 31.03.11, S. 3, wird zur politischen Seite eine Frage gestellt: "Wer sind Gaddafis
Gegenspieler und was wollen sie?" Bevor man in einen Aufstand gegen einen Staatschef zugunsten der
Aufständischen eingreift, prüft man doch wohl, wen man unterstützt. Man greift nicht ein, wenn "Ziele und
Motive der Aufständischen, darunter auch Islamisten, ... weitgehend im Dunkeln" liegen. Sinnigerweise steht
gleich neben dem Artikel unter "Waffen aus dem Westen in falschen Händen" eine Aufstellung über Militärhilfe an
Aufständische. Die "hat sich häufig als Fehler herausgestellt". Angeführt wurden Afghanistan und der Irak, die
beide später zu "Feindstaaten" erklärt wurden.

Prof. Jungen führt dagegen ins Feld: Das Eingreifen von außen sei nicht illegitim: "Für eine unterdrückte
Bevölkerung kann es nicht 'illegitim' (Reinhard Merkel) sein, sich ihre Freiheitsrechte auch mit gewaltsamen
Methoden zurückzuholen, wenn sie von einem Tyrannen gezwungen wird, von diesem Mittel Gebrauch zu
machen." Und dann malt er das Idealbild von einer "Weltgemeinschaft, die keine Eigeninteressen kennt". Es bilde
"sich in mühevoller Konsenssuche nicht nur zwischen den fünfzehn Mitgliedern des Rates, sondern durchweg in
weitmöglichster Abstimmung mit den übrigen Mitgliedern der Weltorganisation" eine gemeinsame Haltung.
Erwähnt wird dann, daß auch die Arabische Liga der Resolution zugestimmt hat. Nicht erwähnt wird aber, daß
sich die Arabische Liga von der Art, wie die Resolution ausgeführt wurde, sehr schnell absetzte.

Reinhard Merkel macht auf zwei wesentliche Tatbestände aufmerksam, die bei der Begründung des Eingreifens
vernachlässigt wurden. Er stellt einmal die Frage und verneint sie anschließend: "Haben Gaddafis Truppen
systematische Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen oder doch als bevorstehend befürchten lassen?
Beide Male, nein!" Außerdem stellt Merkel fest: "Kämpfende Aufständische, und wären sie Stunden zuvor noch
Bäcker, Schuster und Lehrer gewesen, sind keine Zivilisten."

Mit diesen Feststellungen wird verneint, daß man in Libyen zum Schutz der Zivilbevölkerung Krieg führen darf.
Das wäre "nach Artikel 7 des Statuts des Internationalen Strafgerichtshof nur in Extremfällen zulässig, wenn sich
nur so ein Völkermord oder systematische Verbrechen gegen die Menschlichkeit verhindern lassen".

Wegen der allgemeinen Verlogenheit in der Politik muß man Reinhard Merkel mit seiner Kritik an dem UNO-
Einsatz gegen Gaddafi weitgehend zustimmen. Er erkennt die UNO-Resolution und ihre Handhabung durch die
Militärallianz vorwiegend als Mittel verbrecherischer Machtpolitik. Am 01.04.11, S. 4, kann man in der
"Hohenloher Zeitung" (HZ) zu Libyen lesen "USA fragen sich, wen sie in Libyen unterstützen". Wenn man sich
das in den USA, einem Hauptkriegstreiber, schon fragt, dann wird das ganze Unternehmen mehr als fragwürdig.
Der wichtigste Punkt wird aber in der Zweitüberschrift angedeutet: "CIA-Agenten helfen offenbar den
Aufständischen - doch wofür die kämpfen, ist unklar."

Daß die Aufstände nicht spontan entstanden und sich so flächendeckend ausbreiteten, ohne daß sie von außen
durch Geheimdienste gelenkt wurden, das war wachen Beobachtern der Weltmachtpolitik von Anfang an klar.
Aber daß ein Geheimdienst, der es versteht, Aufstände zu entfesseln, nicht weiß, wen er denn wirklich unterstützt,
ist eigentlich ein Armutszeugnis. Im HT-Beitrag vom 01.04. liest man unter "Zweifel": "'Wir wissen wogegen sie
(die Aufständischen) sind', meinte der Vorsitzende des Geheimdienst-Ausschusses im Repräsentantenhaus, Mike
Rogers. 'Aber wir wissen nicht wirklich für was sie sind'." So groß ist das Mißtrauen, daß er es für eine
"schreckliche Idee" hält, "die Milizen zu bewaffnen".

Ob der CIA wirklich noch unsicher ist, daß er die für US-Ziele richtigen unterstützt, ist fraglich. Weltmächtige
nehmen zu Bundesgenossen einfach die, die sich im Augenblick anbieten und die sie aufgrund der militärischen
Macht, die sie hinter sich haben, gegebenenfalls wieder stürzen könnten. Und je mehr Verwirrung und Unheil
angerichtet ist, desto besser kann man sich letztendlich als der Stifter von Recht und Frieden darstellen.

Ein Nichtdeutscher Dr. Mehrdad Payandeh kritisiert in seinem Leserbrief "Das Ermessen der fünf Vetomächte",
FAZ, 30.03.11, zwar auch Reinhard Merkel, und er will das militärische Eingreifen rechtfertigen, aber er muß
zugeben: "Der Sicherheitsrat kann seine Entscheidungen über ein gewaltsames Einschreiten nur auf einer
unvollständigen Tatsachengrundlage treffen, die auf einer Einschätzung der Situation beruht, die sich im
nachhinein als falsch herausstellen kann. Dies ist das grundsätzliche Dilemma jeglicher Form der Gefahrenabwehr,
die auf die Einschätzung der Situation an Hand der im Moment der Entscheidung verfügbaren Informationen
angewiesen ist."

Wer aber sagt, daß die Informationen wirklich mangels des möglichen Überblicks falsch sind? Sie könnten auch
wider besseres Wissen in die Welt gesetzt werden, um mit dem Eingreifen machtpolitische Ziele durchzusetzen.
Die "Information", daß Saddam Hussein aus dem Irak die Welt mit Giftgas-Massenvernichtungsmitteln bedrohe,
war eine bewußte Falschmeldung, um den Krieg vor der Weltmeinung zu rechtfertigen. - Solchen bedenkenlosen
Machtpolitikern Kriegführung nach vagen "Einschätzungen" zuzubilligen, ist unverantwortlich. Und daß es nicht
um Recht und Menschlichkeit, sondern um Machtpolitik geht, zeigt sich ganz deutlich an der Art des Eingreifens,
das zunächst eine einseitige Unterstützung der Rebellen war und nicht auf die Verhinderung von
Kampfhandlungen abzielte.

Am 01.04.11, auf Seite 1 und 6, meldet die FAZ "Geheimoperationen in Libyen von Obama" erlaubt. Warum
werden "Geheimoperationen" erlaubt, wenn angeblich ein gültiges Mandat vorliegt? Das zeigt, daß eben doch von
der Machtpolitik etwas unternommen wird, was der Öffentlichkeit zunächst verborgen bleiben muß. Dann wird
noch gemeldet, daß der Vorwurf untersucht werde, bei den Angriffen der Eingreifenden seien Dutzende von
Zivilisten getötet worden. Die Tötung von Zivilisten bei der Bekämpfung der Aufständischen wurde Gaddafi doch
als Menschheitsverbrechen angelastet. Also auch hier offensichtlich wieder Zweierlei-Maß-Wertung.

Die Menschen müssen endlich erkennen, daß eine verdeckte, mit heuchlerischen Menschlichkeitsphrasen
geschmückte Politik betrieben wird. Und die ist viel menschenunwürdiger als eine offene Diktatur. Bei der weiß
jeder Mensch, woran er ist. Und der einzelne kann sich überlegen, welche Bedrängnis er zu erleiden gewillt ist,
wenn er eine andere Meinung äußert. Getarnte Diktaturen führen dazu, daß die Mehrheit verängstigt schweigt,
wodurch die Minderheit der Mutigen und Verantwortungsbewußten stärker gefährdet ist. Und die Mutigen und
Verantwortungsbewußten sind es gerade, die Gefahren für alle abwenden können.

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2.) D I E ~ L I B Y E N - P O L I T I K ~ W I R D ~
- - I M M E R ~ V E R B R E C H E R I S C H E R .

Die vorangegangene Grundsatzbetrachtung vom 03.04.11, "UNO- oder Nato-Einsatz in Libyen - pro und
contra", gilt zwar noch, aber sie hat durch die doppelte verbrecherische Kriegsführung noch eine neue Dimension
erreicht. Einmal werden wieder dreist Polit-Lügen aufgetischt, die wir von der Propaganda gegen Deutschland,
Vietnam und dem Irak her kennen.

Eine Balkenüberschrift in der Dithmarscher Landeszeitung (DLZ) 18.04.11, S. 3, lautet "Söldner folgen den
Schreien der Babys - Truppen des Regimes töten und mißhandeln Menschen in Misura". Mit dem "Regime" ist
Gaddafis Libyen gemeint. Und vor Entsetzen über solche angegebenen - aber nicht bewiesenen - Untaten soll der
Durchschnittsbürger dem brutalen Angriffen auf Libyen moralisch zustimmen. Wie lautete der Vorwurf gegen die
irakischen Soldaten im "Kuwait-Krieg"? Sie hätten kuwaitische Frühgeborene aus den Brutkästen gerissen. Und
war dieser Vorwurf stichhaltig? Keineswegs! Er wurde bald als Propagandalüge entlarvt, aber er hatte dafür
gedient, die verbrecherische Kriegspolitik der USA als moralisch erscheinen zu lassen. Die spätere Entlarvung
konnte das Unrecht und das Unheil nicht wiedergutmachen. Daher ist es heuchlerisch, mit unbewiesenen
Behauptungen Stimmung zu machen.

Jetzt kommt ein neuer Vorwurf: Gaddafi setzt Streubomben ein. Sehr richtig schreibt Knut Mellenthin in der
"jungen welt", 18.04.11, gemäß http://www.jungewelt.de/2011/04-18/052.php unter "Aufschrei der Heuchler"
über den Einsatz von Streubomben in Libyen. Die NATO-Staaten geben sich entsetzt.

Gemeldet wird: "Die libyschen Streitkräfte sollen bei den Kämpfen um die Stadt Misurata drei oder vier
Mörsergranaten mit Streumunition eingesetzt haben. Danach befragt, sagte US-Außenministerin Hillary Clinton:
'Ich bin über nichts überrascht, was Oberst Gaddafi und seine Leute tun. Das ist eine besorgniserregende
Meldung'." Dazu stellt Mellenthin fest: "Noch viel weiter kann man die Heuchelei kaum treiben." Dann wird
aufgeführt, wieviel tausend Streubomben von der "westlichen Wertegemeinschaft" unter Vorreiterschaft der USA
eingesetzt wurden.

Sollte die Meldung vom Einsatz von Streugranaten durch Gaddafi-Truppen stimmen, wäre die Nato am wenigsten
berechtigt, ein Geschrei zu erheben. Wen genaue Zahlen interessieren, kann sie in dem genannten obigen
Netzhinweis (Link) nachlesen. Es ist auch sehr unwahrscheinlich, daß der Vorwurf stimmt: "Ein Sprecher der
libyschen Regierung dementierte die Meldungen am Wochenende. Sein Land setze diese Waffen aus moralischen
und rechtlichen Gründen nicht ein. Die meisten Aussagen zu dem angeblichen Beschuß mit Streumunition seien
sehr vage und unzuverlässig."

Neben dieser psychologischen wird auch die waffentechnische Kriegsführung immer brutaler. Bei den -
hauptsächlich von "Usrael" geleiteten - Angriffen werden Wohngebiete, einschließlich Krankenhäuser,
beschossen, nur weil Kasernen in der Nähe liegen. Als ein Grund für das aus der Sicht des Völkerrechts sehr
fragwürdige Eingreifen in Libyen wurde u.a. genannt, daß Gaddafi im Bürgerkrieg Zivilisten nicht schone. Nun
sind durch die Nato-Luftangriffe weit mehr libysche Zivilisten getötet!

Ein erschütternder Lagebericht wird von russischen Ärzten gegeben, die Libyen nicht verlassen haben, weil die
Menschen ihre Hilfe brauchen. Das geschah in einem offenen (Hilfe suchenden - KHH.) Brief vom 24. März 2011,
an ihre Regierung.

Darin heißt es u.a.: "Heute findet eine himmelschreiende, ausländische Aggression von USA und NATO gegen ein
souveränes Land, Libyen, statt. Sollte jemand das bezweifeln, ist unsere Antwort, daß diese Tatsache so
offenkundig wie wohlbekannt ist, weil sich all das vor unseren Augen zuträgt, und die Aktionen von USA und
NATO nicht nur das Leben der Bürger Libyens bedrohen, sondern auch das unsere, da wir uns auf seinem
Territorium aufhalten. Wir sind entsetzt über die barbarischen Bombenangriffe auf Libyen, die zur Zeit von einer
Koalition der USA und der NATO durchgeführt werden. Die Bombardierung Tripolis' und anderer Städte Libyens
zielt nicht nur auf die Luftabwehr und die libysche Luftwaffe und richtet sich nicht allein gegen die libysche
Armee, sondern auch gegen Objekte der militärischen und zivilen Infrastruktur."

Im Bombengebiet lag auch das libysche Atomforschungszentrum. Weiter wird berichtet: "Heute aber waren
Kasernen der libyschen Armee das Ziel der Bombenangriffe, die sich in dichtbesiedelten Wohngegenden befinden
und in deren Nähe das größte Herz-Zentrum Libyens liegt. Zivilisten und Ärzte hatten keinen Anlaß, davon
auszugehen, daß gewöhnliche Wohngegenden zerstört werden würden, so hatte man weder Anwohner noch
Krankenhauspatienten evakuiert. - Bomben und Raketen trafen Wohnhäuser und fielen in der Nähe des
Krankenhauses nieder. Die Scheiben des Herzzentrums barsten, und auf der Wochenstation für schwangere
Frauen mit Herzkrankheiten brachen eine Wand und Teile des Dachs zusammen. Die Folge waren zehn
Fehlgeburten, bei denen Babies starben; die Frauen befinden sich auf der Intensivstation, Ärzte kämpfen um ihr
Leben. Wir und unsere Kollegen arbeiten sieben Tage die Woche, um Menschen zu retten. Dies ist die direkte
Folge von Bomben- und Missiletreffern auf Wohngebäude, die Dutzende Todesfälle und Verwundete nach sich
ziehen, die jetzt operiert und von unseren Ärzten in Augenschein genommen werden. Eine so hohe Zahl Verletzter
und Toter wie heute, wurde während der ganzen Aufstände in Libyen nicht erreicht. Und das nennt man 'die
Zivilbevölkerung schützen'?"

Beachtenswert ist, daß bei dem Genozid-Vorwurf, der gegen die westliche Allianz wegen früherer
Menschheitsverbrechen erhoben wird, neben Jugoslawien, Afghanistan, Irak und anderen auch "Hiroshima" und
"Dresden" angeführt werden.

Diese beiden Menschheitsverbrechen wurden doch zu der Zeit durchgeführt, als die SU und die USA im Kampf
gegen Deutschland und Japan "brüderlich" vereint waren. Wörtlich heißt es: "Sie (die heutige Allianz) ähneln
denen der Väter und Großväter der heutigen westlichen Führer und ihrer Henker in Hiroshima und Nagasaki in
Japan und in Dresden, Deutschland, wo man Zivilisten vernichtete, um den Widerstandswillen der Menschen zu
brechen (Deutschland erinnert sich und hat sich aus dem Grund geweigert, sich an diesem neuen Schlachthaus zu
beteiligen). Heute wollen sie auf diese Weise das libysche Volk zwingen, ihren Führer und ihre rechtmäßige
Regierung preiszugeben und ihren nationalen Ölreichtum fügsam den Ländern der Koalition zu überlassen."

Es folgt ein schwerer Vorwurf an die eigene Regierung, die das Vertrauen der Ärzte erschüttert hat. Diese
glaubten, daß Rußland durch ein Veto den Angriff der US-geführten Allianz verhindern werde. Das bewog die
nun stark gefährdeten Ärzte, in Libyen zu bleiben. Dann wird bewußtgemacht, welche Arbeit der Libyer und ihrer
ausländischen Helfer durch die Einmischung der "westlichen" Mächte zunichte gemacht wird:

"Wir sind Ukrainer, Russen und Weißrussen, Menschen unterschiedlicher Berufe (hauptsächlich Ärzte), die seit
mehr als einem Jahr in Libyen arbeiten (2 bis 20 Jahre). In dieser Zeit sind wir mit dem Leben der Menschen in
Libyen und des libyschen Staates wohlvertraut geworden, und nur wenige Bürger anderer Staaten leben in
solchem sozialen Wohlstand wie die Libyer. Sie haben das Recht auf freie Behandlung, und ihre Krankenhäuser
sind nach weltbestem Stand ausgerüstet. Die Bildung in Libyen ist kostenlos, fähige junge Menschen haben die
Gelegenheit, auf Staatskosten im Ausland zu studieren. Wenn sie heiraten, erhalten junge Paare eine finanzielle
Unterstützung von 60.000 libyschen Dinaren (etwa 50.000 US-Dollar). Es gibt zinsfreie, staatliche Darlehen; und
wie die Praxis zeigt, sind sie ohne Rückzahlungsfrist. Aufgrund von Regierungssubventionen sind die Preise für
Autos niedriger als in Europa, und jede Familie kann sich eines leisten. Benzin und Brot kosten eine Kleinigkeit;
Menschen, die in der Landwirtschaft arbeiten, zahlen keine Steuern. Die Menschen in Libyen sind sehr ruhig und
friedlich, neigen nicht zur Trunksucht und sind sehr religiös. Heute müssen die Menschen leiden."

Die Lageschilderung stimmt mit anderen Berichten überein. Sie wird nur von der weitgehend gleichgeschalteten
westlichen Medienwelt bestritten. Die über CIA-Agenten entfachten Aufstände werden als Kampf für Freiheit und
Demokratie angepriesen!.

Die russische Ärztegemeinschaft empfiehlt ihnen - wenn sie denn etwas für die Wohlfahrt auf unserer Erde tun
wollen: "Wenn die USA und die EU heute nichts Besseres zu tun haben, sollten sie ihre Aufmerksamkeit der Not
Japans zuwenden, dem israelischen Bombardement Palästinas, der Dreistigkeit und Straflosigkeit der somalischen
Piraten oder dem Leid arabischer Migranten in Frankreich."

Mit dem letzten Satz wird allerdings die Verantwortung wieder verschoben. Arabische Migranten sind in
Frankreich wie in Deutschland und den anderen europäischen Staaten durch eben die Mächte eingeschleust
worden, die in Libyen brutale Weltmachtpolitik betreiben. Das Leid und die Unzufriedenheit der Migranten haben
ihren Ursprung in der Enttäuschung, daß ihnen von der Medienwelt Rechte vorgegaukelt wurden, die sie nicht
besitzen. Die Bürger, bei denen Staats- und Volkszugehörigkeit noch übereinstimmen, wurden als Rassisten
verschrien, wenn sie den Standpunkt vertraten, daß Fremde nur soviel Rechte in einem Gastland haben können,
daß die Rechte der einheimischen Bevölkerung nicht angetastet werden.

Der Aufruf schließt mit der dringenden Forderung, daß Rußland sein Vetorecht einsetzt, und mit der Warnung:
Hände weg von Libyen!

Dieselbe Lageschilderung gibt auch Gaddafi selbst. Über Absichten und geheime Ziele kann man nicht so leicht
genaue Angaben machen. Aber Tatsachen können nur von Mächtigen mit Lug und Trug vor den Menschen
verschleiert werden. Unbestreitbar jedoch ist:

1. Wieviel Gaddafi sich immer in die eigene Tasche gewirtschaftet haben mag, er hat sein Volk am Erfolg seiner
Entwicklungspolitik teilnehmen lassen. Sonst wäre Libyen nicht das fortschrittlichste und reichste Land in
Nordafrika.

2. Gaddafi strebt nach Unabhängigkeit von Finanzmächten, die von der Leistung anderer profitieren wollen.

Am deutschen Arbeitsertrag profitiert die Hochfinanz immerhin über die Zinsen für etwa 2 Billionen Euro
Schulden. Und damit diese nicht abgebaut werden können, schafft man immer mehr Zahlungsverpflichtungen.
Außer den "Rettungsschirmen" gibt es schon wieder die Forderung nach Aufbauhilfen für Libyen. Deutschland
soll also für Zerstörungen zahlen, die es nicht verursacht hat!!

Der zweite Punkt ist der eigentliche Kriegsgrund für die Kriegstreiber in den USA, an die sich Frankreich mit
seinem jüdischen Präsidenten Sarkozy besonders anschmiegt. Der IWF sieht seine Felle wegschwimmen, wenn die
Bewässerungserfolge in Libyen Früchte tragen und das Land keine Finanzhilfe braucht.

* * *


3.) IST DAS DER SINN DER VOM CIA GESCHÜRTEN UNRUHEN IN NORDAFRIKA?!

Mit "Ruf nach mehr Zuwanderung aus Nordafrika" überschreibt die "Dithmarscher Landeszeitung" (DLZ),
14.04.11, S. 3, einen Artikel, in dem "Migrationsforscher" jede Warnung vor Überfremdung verdammen und zu
noch mehr Hereinholen von nichteuropäischen Fremden nach Europa, vorzugsweise nach Deutschland auffordern.
Ihrer Zielrichtung meinen sie mit einer Schelte Sarrazins näherkommen zu können. Daher lautet die
Zweitüberschrift wohl "Migrationsforscher vergleichen Sarrazin mit Elefant im Porzellanladen".

In dem Artikel wird beklagt: Vor einem Jahr "frohlockten die Forscher des Sachverständigenrates deutscher
Stiftung für Integration und Migration, ... auf der Basis einer ersten repräsentativen Umfrage unter 5600 Bürgern"
über eine große Zustimmung zur Integration von Ausländern.

Eine Umfrage kann durchaus repräsentativ sein, ohne daß sich der wirkliche Volkswille darin ausdrückt. Wenn
nämlich von Staats- und Medienseite das Äußern einer Warnung als rassistisch oder sogar strafbar eingeordnet ist,
dann ist der - leider wenig selbständig denkenden - Mehrheit leicht ein falsches Bewußtsein einzupflanzen. Darum
sind in einer wahren Demokratie Minderheitsrechte so hoch geachtet, weil stets Minderheiten den Gang der Dinge
bestimmen. Heute ist die Minderheit der Meinungsformer mit großer Macht ausgestattet, während die Minderheit
der Volksbewußten durch abfällige Äußerungen - wie die obige über Sarrazin - oder sogar durch gesetzliche
Bestimmungen - verängstigt bzw. an der Bekundung anderer Ansichten gehindert werden.

Daß eine solche Lage bezüglich der Ausländerfrage vorlag, das zeigen die weiteren enttäuschten Ausführungen
der Überfremdungsseligen. Bezugnehmend auf das positive Umfrageergebnis heißt es nämlich: "Das war bevor
der trompetende Elefant Sarrazin im Sommer 2010 seine Spuren durch den Porzellanladen der
Einwanderungsgesellschaft zog ... Thilo Sarrazins Thesen zum Thema Ausländer und Integration entflammten
eine heftige Debatte. Sie blieb nicht ohne Folgen." Im Herbst 2009 waren noch 22 Prozent der Ausländer von
einem guten Zusammenleben mit den Deutschen überzeugt, im Dezember 2010 waren es nur noch 9 Prozent. Der
gleiche Trend zeige sich bei der deutschen Bevölkerung, die man lieber nur die "Einheimischen" nennt.

Als also ein Mann des Systems, Dr. Thilo Sarrazin, auftrat und trotz der Empörung aller Etablierten seine
Warnung: "Deutschland schafft sich ab" in der großen Öffentlichkeit verkündete, da war ein lähmendes Tabu
gebrochen und die Deutschen wagten wieder, selbst zu denken und hatten nur noch wenig Angst, das Ergebnis
des Selbstdenkens auch öffentlich oder jedenfalls Mitbürgern gegenüber auszusprechen. - Die Kurzlebigkeit des
Aufbruchs ist allerdings bedauerlich, und darum meinen die "Überfremdungssüchtigen", auch den Bürgern wieder
einreden zu können, wir brauchten Zuwanderer. So heißt es: "Doch Deutschland muß sich nach Einschätzung der
Experten auch dringend stärker qualifizierten Zuwanderern öffnen."

War das ein wesentlicher Grund für die Aufstände in Nordafrika, bei denen die Agitation des CIA nicht mehr
verheimlicht werden kann? Wegen der volksschädlich "weitherzigen" Fassung der Asylgesetzgebung waren wir
u.a. auf die Hilfe von Gaddafi angewiesen, daß sich kein gewaltiger Flüchtlingsstrom aus Afrika nach Europa
ergoß. Dessen Hilfe ist nun einerseits ausgeschaltet und zum anderen wird die Anzahl der Flüchtlinge durch den
illegalen brutalen Krieg der Nato stark erhöht.
Und dann wird sogar die derzeitige Einstellung europäischer Staatsorgane gerügt, die eine europäische
"Flüchtlings-Abwehrpolitik" betrieben.

Eines haben die "Migrationsapostel" bei ihrer Schelte jedoch nicht bedacht. Indem sie Sarrazin so verunglimpfen,
wird in vielen die Empörung wieder erwachen, die Sarrazin über die deutsche Ausländerpolitik in ihnen erweckte.
Die Verunglimpfung von Sarrazin könnte sich also als ein Schuß nach hinten erweisen! Sorgen wir dafür, daß eine
solche Entwicklung einsetzt!

* * *


4.) M e r k w ü r d i g e ~ B e r i c h t e r s t a t t u n g ~
- - ü b e r ~ d r e i f a c h e n ~ K i n d e r m ö r d e r .

Über den Fall des "Pädagogen", der drei Jungen tötete und sich an zahlreichen weiteren verging, ist ja bundesweit
berichtet worden. Leider kommen solche Morde häufiger vor, nachdem Morddelikte immer mehr verharmlost
werden und mehr Mitgefühl mit den Tätern als mit den Opfern erweckt wird. In diesem Falle wurde aber von
einer kaum glaubhaften Tatsache berichtet, die die Justiz betrifft. Dazu sandten wir folgenden Leserbrief ein:

*

An die Schriftleitung der Dithmarscher Landeszeitung
Wulf-Isebrand-Platz 1, 25746 Heide

"Pädagoge gesteht Kindermorde", DLZ, 16.04.11, S. 1
Straftäter nicht vorbestraft?!?

Sehr geehrte Damen und Herren der DLZ-Schriftleitung!

Ein Satz in dem genannten Beitrag wirft ein erschreckendes und bezeichnendes Licht auf die Folgen einer
"Kuscheljustiz".

Im Bericht "Pädagoge gesteht Kindermorde", DLZ, 16.04.11, S. 1, findet man den Satz: "In der Vergangenheit
trat er demnach bereits polizeilich als Sexualtäter in Erscheinung, war aber nicht vorbestraft."

Dazu die Frage: Wie kann es sein, daß ein polizeilich bekannter Sexualtäter nicht vorbestraft ist?!? Wenn die
zuvor genannte Aussage richtig ist, dann braucht man sich über die Zunahme des Verbrechens wirklich nicht zu
wundern.

Elke und Dr. Gundolf Fuchs, 16.04.2011
ePost: Gundolf.Fuchs(A)gmx.de

*

Statt des Leserbriefes erschien zunächst am 18.04.11, S. 6, unter "Kinder beim Mörder in Pflege" die Mitteilung
"Martin N. sei in den Jahren 2005 und 2006 aktenkundig als Straftäter in Erscheinung getreten, bestätigte gestern
Wilhelm Möllers von der Hamburger Staatsanwaltschaft. Der Mann soll zwei Jungen am Bauch gestreichelt haben
- jedoch ohne Mißhandlungen. Ein Verfahren sei gegen Zahlung einer Geldauflage von 1800 Euro eingestellt
worden. Später soll er einen Mann aus Berlin mit kinderpornographischen Fotos erpreßt haben. Ein Hamburger
Gericht habe ihn zu einer Bewährungsstrafe von zehn Monaten verurteilt. "Diese Taten sind getilgt, erledigt und
erlassen. Auf dem Papier ist der Mann unbestraft", sagte Möllers.
Wenn ein Mann wegen "merkwürdigen Verhaltens" gegenüber Kindern bereits vor Gericht stand und kurz darauf
erneut wegen Kinderpornographie angeklagt wird, dann darf man ihn nicht zu einer Bewährungsstrafe verurteilen
und schon gar nicht aus dem Strafregister löschen. Das zeigt dieser Fall eindeutig.

Die Löschung eines Anklagevorgangs, der nicht klar mit "erwiesener Unschuld" endet, darf nie so kurzfristig
erfolgen, schon gar nicht, wenn zwei aufeinander folgende Fälle beide die Kinderpornographie betreffen, denn mit
einem solchen Delikt kann man nur erpressen, wenn man selbst in dieses Milieu eingebunden ist.
Am 19.04. wurde der Leserbrief veröffentlicht. Kurz genug war er auch.

* * *

5.) LEUGNEN, EIN BELIEBTER VORWURF VON MENSCHEN, DIE DIE WAHRHEIT FÜRCHTEN!

Wir haben schon verschiedentlich an hochangesiedelte Stellen wie den Zentralrat der Juden, den
Bundespräsidenten, den Bundeskanzler und Bundesjustizminister die Frage gestellt, wie man den Vorwurf des
Leugnens erheben kann, wenn jemand ein behauptetes oder sogar für offenkundig erklärtes "Geschehen" nicht
glaubt. Nun hat Erich Glagau, Beethovenstraße 14, 39225 Baunatal, die Frage noch einmal an die
Bundeskanzlerin gestellt. Dieser offene Brief ist nachstehend wiedergegeben:

Tue recht und scheue niemand!

Frau Bundeskanzlerin, Dr. Angela Merkel, Schloßplatz 1, 10176 Berlin

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Dr. Merkel!

In der hiesigen Presse lese ich immer wieder von Maßnahmen gegen "Judenmord-Leugner".

Ich bin kein Jurist, aber ich kenne mich in der deutschen Sprache aus. In diesem Zusammenhang bitte ich Sie, mir
mitzuteilen, wie der Begriff "Leugnen" sprachlich unangefochten definiert wird.

Ich lese nämlich bei dem jüdischen Philosophen Maimonides, daß "leugnen" nur dann möglich ist, wenn eine
Sache exakt bewiesen ist. - Solange eine Straftat nicht bewiesen ist, kann sie bestritten werden.

Nun hat der Vorsitzende Richter beim Zündel-Prozeß in Mannheim erklärt, es sei unerheblich, ob der Holocaust
stattgefunden habe oder nicht, aber in der BRD gäbe es ein Gesetz, nach dem das Leugnen bestraft wird. Er hat
auch erklärt: Weil es bisher keine forensischen Untersuchungen bezüglich des Holocaust gegeben habe, schlüge er
eine international besetzte Kommission von Wissenschaftlern vor, die den Holocaust untersuchen solle.

Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir sagen, wie man in einer Strafsache, die forensisch nicht bewiesen ist, von
"Leugnen" sprechen kann. Sollten allerdings doch irgendwo forensische Untersuchungsergebnisse vorliegen, dann
wäre ich Ihnen sehr dankbar, mir die Quelle mitzuteilen. Damit der Zweifel endlich wegfällt.

Sie wissen ja, daß Zeugenaussagen keine Beweismittel sind, weil Zeugen lügen können. Das hatte übrigens der
sowjetische Ankläger in Nürnberg gesagt.

Mit freundlichen Grüßen (gez. E.G.)

*

Ist es nicht sehr verdächtig, daß solche Anfragen einfach nicht beantwortet werden?

* * *

Nachstehend ein Leserbrief aus der "Jungen Freiheit" zur Geldpolitik zu Gunsten der Hochfinanz vom
22.10.2010:


6.) A U S ~ D E R ~ G E S C H I C H T E ~ N I C H T S ~ G E L E R N T ?

Mit Verwunderung stelle ich fest, daß viele Ihrer Autoren zum Thema Währungsfragen sich für die
Wiedereinführung einer goldgedeckten Währung aussprechen. Hat man aus der Geschichte nichts gelernt? Die
große Inflation der Jahre 1922/23 wurde durch die Einführung der deckungsfreien Papierwährung Rentenmark
beendet. Doch unter dem Druck von Amerika und unter Mitwirkung von Hjalmar Schacht wurde schon im
August 1924 die unabhängige Rentenmark geopfert für eine zu 40 Prozent goldgedeckte Reichsmark, für die eine
hochverzinsliche 800-Millionen-Goldanleihe aufgenommen wurde.

Infolge der von Amerika im Oktober 1929 ausgelösten Weltwirtschaftskrise wurden die goldgedeckten Kredite
von Amerika zurückgefordert. Durch den uns auferlegten Deckungszwang (Young-Plan) wurde nun auch bei uns
die umlaufende Geldmenge entsprechend verringert, was zu der Deflation von 1929 bis 1933 führte. Ohne diesen
Zwang wäre es wohl nicht zu den folgenschweren Ereignissen gekommen.

Gez. Mechthild Schmidt

* * *


7.) EINE ERKENNTNIS ÜBER DAS WESEN DER VÖLKER.

Manchmal ist es gut, wenn einem eine Zeitschrift wieder in die Hand fällt, die bereits vor 38 Jahren erschien. Es
handelt sich um den "Merian", Heft 10, Jahrgang 26, 1973. Hans Wilhelm Sartorius von Bach schrieb über
Südwest-Afrika (Namibia) "Unendlich reich und bitter arm". Darin findet man folgenden Gedanken:

"Die heterogene Bevölkerungszusammensetzung liefert Probleme, die die übrige Welt kaum kennt. Die Lösung
ist, so meinen wir, in der strikten Respektierung aller einzelnen Völker, in der Schaffung eigener Gebiete mit
eigenen Regierungen und darin, daß sie einander nicht unterdrücken."

Man vergleiche dazu die Propaganda, "supranationale" Gebilde zu schaffen, bzw. mit noch mehr
Verfügungsgewalt auszustatten, damit endlich "nationale Egoismen" überwunden werden. - Von Zeit zu Zeit
werden sogar ganz schwere Geschütze aufgefahren, und es wird den Völkern erzählt, daß bei einer Rückkehr zu
Nationalstaaten erneut ein Zerfleischen der Staaten Europas drohe.

Nun ist natürlich erst einmal zu klären, ob die Einstellung der Merian-Berichterstatter von 1973 - die damals
schon nicht mehr die allgemeine war - auf mangelnder Erkenntnis beruhte, die inzwischen gewonnen wurde, oder
ob durch die planmäßige Dauerbeeinflussung mit weltbürgerlichen Thesen die Bürger vernebelt wurden und sich
an völkerzerstörende Machenschaften gewöhnten.

Für Deutschland erfolgte die Beeinflussung unter der Behauptung, daß das "kriegsverbrecherische" deutsche Volk
unbedingt umerzogen werden müsse. Und daran beteiligten sich die anderen europäischen Völker. Ja, sie waren
sogar bereit, um dieses Zieles willen Abstriche von ihrer Selbständigkeit - beim Zusammenschluß in der EU - zu
machen, ohne zu merken, wie auch sie von den Völkerzerstörern gefährdet wurden.

Anscheinend gibt es aber immer wieder Anlässe, über die Rückkehr zu Nationalstaaten nachzudenken, weil sich
die künstlichen Gebilde wie die EU nicht als segensreich erweisen. Solche Bestrebungen werden aber um so
schwieriger, je "heterogener" die Bevölkerung in den einzelnen Völkern wird. Darum sind die Baumeister solcher
überstaatlichen Gebilde auch so eifrig bemüht, Fremde - dazu noch aus ganz anderen Kulturkreisen - in die
Völker Europas hineinzuschleusen.

Da die Mehrheit in den Völkern hauptsächlich betrachtet, was ihr ganz persönliches Glücksstreben betrifft,
konnten die Globalisierer ihren Zielsetzungen am besten durch wirtschaftliche Verlockung nahekommen.
Umgekehrt kann deren verderbliches Treiben für die Mehrheit am deutlichsten aufgezeigt werden, wenn die
Maßnahmen der Technokraten handfeste wirtschaftliche Nachteile mit sich bringen.

Nun gibt es die Behauptung, daß die EU beschließen werde - vielleicht sogar schon beschlossen hat - den
Dieselpreis europaweit um 30 Cent/l zu erhöhen. Wenn das zutrifft, dann wird das Anpreisen wohl keinen
Glauben mehr finden, daß in einem Wirtschaftsraum, in dem einige Hundertmillionen Menschen zusammengefaßt
sind, alles billiger werde. Vielleicht wächst ja doch noch Abwehr gegen die "Abschaffung Deutschlands", vor der
Dr. Thilo Sarrazin warnte!

* * *


8.) D E R ~ H E R E R O - A U F S T A N D ~
- - U N D ~ D E R ~ V Ö L K E R M O R D - V O R W U R F .

In der Zeitschrift "Merian", Heft 10, 26. Jahr, 1973, erschien auf Seite 110 f ein Reisebericht "Erinnerungen von
Eingeborenen an die deutsche Zeit!" Von Kuno F. R. Budack. Schwerpunkt des Berichtes war die Haltung der
Hereros gegenüber den Deutschen. Gegen Schluß des Berichtes heißt es: "Als ich aufgefordert wurde, diesen
Bericht zu schreiben, habe ich zuerst gezögert. Eine solche Darstellung wird leicht für einseitig gehalten. Mancher
wird die Erinnerung an negative Erscheinungen und Ereignisse vermissen. - Es ist aber eine der glücklichen
Eigenschaften des Menschen, das Böse und Tragische leichter vergessen zu können. Sonst würden die Schatten
der Vergangenheit uns auf lange Zeit voneinander trennen: Die Ermordeten und Gefallenen auf beiden Seiten, die
blutigen Gefechte und die Todeskälte der Haifischinsel."

Diese Auffassung und die positiven Erinnerungen von Hereros im Jahre 1973 an die "deutsche Zeit" veranlaßte
uns, einmal bei Wikipedia nachzuschauen, was dort über den Herero-Aufstand zusammengetragen wurde.

Da findet man unter "Aufstand der Herero und Nama" zu Beginn den Vorwurf:

"Als Aufstand der Herero und Nama bezeichnet man den Kolonialkrieg zwischen den deutschen Truppen und den
Völkern der Herero und Nama in Deutsch-Südwestafrika (dem heutigen Namibia) während der Jahre 1904 bis
1908, der nach der Niederschlagung des eigentlichen Aufstandes in einen Völkermord durch die deutsche
Kolonialmacht mündete."

Zum Beweis, daß die Deutschen einen Völkermord begehen wollten, wird eine Absichtserklärung, ein
sogenannter Vernichtungsbefehl von Generalleutnant Lothar von Trotha angeführt, der erging, nachdem die
Hereros in die Wüste gejagt waren: "Die Herero sind nicht mehr Deutsche Untertanen. [ ] Innerhalb der
Deutschen Grenze wird jeder Herero mit oder ohne Gewehr, mit oder ohne Vieh erschossen, ich nehme keine
Weiber und keine Kinder mehr auf, treibe sie zu ihrem Volke zurück oder lasse auch auf sie schießen." (Quelle:
Jan-Bart Gewald: The Great General of the Kaiser, in: Botswana Notes and Records. Band 26, S. 74)

Nach einem Brief von Trotha an Generalstabschef Graf von Schlieffen, 5. Oktober 1904, in: (Michael Behnen:
Quellen zur deutschen Außenpolitik im Zeitalter des Imperialismus 1890-1911. Darmstadt 1977, S. 292), zielte
die Kriegführung Trothas auf die vollständige Vernichtung der Herero ab: "Ich glaube, daß die Nation als solche
vernichtet werden muß."

Erst an späterer Stelle wird die Vorgeschichte aufgerollt, nämlich daß die Hereros, ein 80.000 bis 100.000
Menschen starkes Volk, über die weißen Siedler mordend herfielen und die kleine Schutztruppe in Südwestafrika
mit der Abwehr der Angriffe völlig überfordert war. Die Führer der Hereros achteten aber die Frauen und Kinder
der Weißen. Sie ermordeten nur die Männer. Gerieten Frauen und Kinder in ihre Hand, so geleiteten sie diese zu
den Deutschen zurück. In Einzelfällen wurde von dieser ehrenvollen Kampfesweise allerdings abgewichen.

Diese Anmerkung ist für die gerechte Beurteilung des späteren Verhaltens der Deutschen im Gedächtnis zu
behalten.

In Deutsch-Südwestafrika war zur Zeit des Aufstands Major Theodor Leutwein, Gouverneur und auch
Oberbefehlshaber der Schutztruppe, in der auch Eingeborene freiwillig dienten. Er ging natürlich nach Kräften
gegen den Aufstand vor, konnte das Morden wegen beträchtlicher zahlenmäßiger Unterlegenheit seiner
Kampftruppen nicht beenden. Er versuchte aber auch, durch Verhandlungsangebote zu einer friedlichen Lösung
zu kommen, und er brach die Beziehungen zu den Hereros nicht völlig ab. Dies wurde ihm von den "Harten" im
deutschen Lager als Schwäche ausgelegt. In Berlin sah man nur die Hilflosigkeit der Deutsch-Südwester. Daher
wurde dem bereits genannten Generalleutnant Trotha der Oberbefehl übergegeben, der mit der Verstärkung aus
Deutschland kam. Bemerkenswert ist, daß man an noch späterer Stelle erfährt, gegen welche Widerstände der
Kaiser diese Ernennung vornahm:

So berichtet Generalmajor Nikolaus Ritter von Endres am 10. Mai 1904 an das Bayerische Kriegsministerium:
"...daß die Ernennung des Generalleutnants von Trotha zum Führer des Expeditionskorps gegen den Widerspruch
des Reichskanzlers, des Chefs des Generalstabes und des Kolonialdirektors von seiner Majestät verfügt wurde."
Und Major Ludwig von Estorff, der spätere Kommandeur der Schutztruppe schrieb "Wissmann (Hermann von
Wissmann, der frühere Reichskommissar und Gouverneur von Deutsch-Ostafrika, Anm. des Verf.), der ihn von
Ostafrika her kannte, hatte sich seiner Ernennung widersetzt, aber er ward nicht gehört. Wie soll das in großen
Verhältnissen werden, wenn sich schon jetzt solcher Mangel an Menschenkenntnis daheim offenbart."

Anlaß zu dieser warnenden Aussage war folgende Tatsache: "1896 hatte von Trotha bereits als verantwortlicher
Kommandeur bei der blutigen Niederschlagung der Wahehe-Rebellion in Deutsch-Ostafrika zweifelhaften Ruhm
erlangt. Trotha war als Oberbefehlshaber in einem früheren Einsatz bereits als berüchtigt für grausame
Kriegführung bekannt." Nach diesen Berichten war der Chef des deutschen Generalstabs Schlieffen gegen die
Ernennung Trothas zum Oberkommandierenden, während durch den zuvor angesprochenen Brief Trothas an
Schlieffen der Eindruck erweckt wurde, als bestehe Einigkeit zwischen beiden.

Der Kaiser hatte offensichtlich andere Berater, daß er sich gegen so gewichtige Stimmen für Trotha entschied.
Man muß dabei natürlich auch die Zeit bedenken, in der zwar die Unterschiede der Völker - die
Welteinheitsideologen heute gern bestreiten - erkannt waren, aber eine falsche Erkenntnis aus diesen
Unterschieden gezogen wurde. Tatsache ist, daß die durchschnittliche Intelligenz bei Schwarzafrikanern deutlich
niedriger liegt als bei den Durchschnittsdeutschen und daß dadurch auch die Ausgestaltung der Kultur auf
niedriger Stufe steht. Diese Erkenntnis hat aber nichts damit zu tun, die Art des kulturellen Lebens zu verachten
oder ändern zu wollen, und die Völker als minderwertig zu erklären. Bei Wikipedia wird auch noch ein anderer
Grund für die schlechten Beziehungen zwischen den weißen Siedlern und den Eingeborenen genannt: Man
beachtete den Stolz der Hereros nicht. Die Fehleinschätzung der Hereros hatte zwei einander widersprechende
Hauptgründe, die beide aus der christlichen Prägung Europas erwuchsen: Einmal die Überheblichkeit gegenüber
Nichtchristen, denen erst mit Zwang das Heil gebracht werden müsse. Zum andern die Demutsbelehrung, die eine
stolze Haltung für sündhaft erklärt. Und wenn Europäer Jahrhunderte von dieser Lehre beeinflußt werden, dann
können sie gar nicht verstehen, daß Menschen anderer Rassen schnell gekränkt sind, wenn man ihre Eigenart
nicht achtet.

Wenn europäische Politiker diese Tatsachen nicht kannten oder nicht berücksichtigten, mußte es zu
schwerwiegenden Mißverständnissen kommen. Zum Beispiel wurde das Aufmucken der Schwarzen als Frechheit
und nicht als Ausdruck einer Abwehr gegen falsche ehrenrührige Behandlung gewertet. Man meinte, das
Aufmucken nur durch harte Bestrafung verhindern zu können.

Nun hat Theodor Storm erkannt: "Größer und größer unter den Menschen wächst die Welt des Gedankens", d.h.
Fehlmeinungen aus Unkenntnis der Gegebenheiten können überwunden werden. Anstatt aber diesen Weg zu
beschreiten, werden die früheren Fehlwertungen über die verschiedene Wertigkeit von Rassen nur durch neue
gegenteilige falsche Thesen ersetzt. Weil die Wertung von Gegebenheiten falsch war, will man die seelische
Verschiedenheit der Völker heute in Abrede stellen.

Zurück zum Geschehen in Südwestafrika: Die Ansichten und Taten des Generalleutnants Trotha spiegeln
ebensowenig die deutsche Einstellung wider wie die Morde an Frauen und Kindern, die einige Herero-Truppen
entgegen den allgemeinen Kampfesrichtlinien der Hereros verübten.

Trotha wurde auch bald wieder abberufen, nachdem dem Kaiser klargemacht wurde, daß ein solcher
Oberkommandierender mit seiner brutalen Vorgehensweise dem deutschen Ansehen in der Welt nur schaden
kann.

Der Ausgangspunkt für diese Betrachtung war der Bericht über die Einstellung der Hereros im Jahre 1973 zu den
Deutschen. Wären die Deutschen als Völkermörder angesehen worden, dann hätten gerade die stolzen Hereros
und Namas keine gute Meinung von den Deutschen. Budack beginnt: "Es hat mich immer wieder erstaunt, wie
lebendig diese Erinnerungen geblieben sind. Oft spricht daraus eine unerwartete Wärme und Sympathie. Der
bekannte psychologische Vorgang der Erinnerungsverklärung spielt sicher eine Rolle, aber er erklärt nicht alles."

Da werden die Deutschen besonders von Herero-Veteranen freudig begrüßt. Das spricht dafür, daß die deutsche
Kampfesart - mit Ausnahme der des Generalleutnants Trotha - als ritterlich anerkannt wurde. Felix Dahn
beschreibt in seinem "Kampf um Rom" die Klage eines Römers, der der Freund eines Gotenkönigs war, darüber,
daß zwischen Germanen und Römern wieder Krieg herrschen werde und sie dann gegeneinander kämpfen
müßten. Der Gote antwortet etwa: Warum können wir keine Freunde sein, auch wenn wir uns im Kampf tiefe
Wunden schlagen? Diese Einstellung, auch wenn sie etwas übertrieben geschildert ist, zeigt eindeutig, daß
anständige Gegner geachtet werden können. Im Krieg sind sie Feinde, aber nach der Schlacht besteht Bereitschaft
zur Versöhnung.

In dem Bericht von Budack ist ein Herero-Kämpfer in vollem Ordensschmuck aus der deutschen Zeit abgebildet.
Er hatte in der deutschen Schutztruppe gekämpft und war davon jetzt noch begeistert. - Die Verehrung des
deutschen Kaisers war groß. Zu "Kaisers Geburtstag" gab es immer würdevolle Feiern, an die sich die Hereros
gern erinnern. Und die Vorgänge im Kaiserhaus, soweit sie in Afrika bekannt wurden, erfreuten sich großer
Anteilnahme. Geradezu beschämt fühlte sich der Berichterstatter, als er nach Einzelheiten gefragt wurde, von
denen der Fragende mehr wußte als der Gefragte. Und das kam so:

"... ich bat den Alten, mir mehr von der 3. Feldkompanie und aus seinem langen Leben zu erzählen. 'Bevor ich
damit anfange', sagte er, 'mußt Du, mein lieber Mister, mir erst einmal sagen, was aus den sechs Söhnen von
unserem Kaiser geworden ist!' Ich konnte ihm nur berichten, daß der Kronprinz 1951 gestorben sei, worauf er
ungeduldig fragte: 'Und Prinz Eitel Friedrich? Prinz Adalbert?' Er nannte auch noch die übrigen Namen und war
sehr erstaunt, daß ich ihm keine Auskunft geben konnte.

Budack hatte noch mehr Grund, über die Hereros zu staunen. Als er einen alten Nama bat, ein Lied zu singen,
heißt es: "Ich erwartete, daß er ein Namalied singen würde. Er sang aber 'Heil Dir im Siegerkranz, Herrscher des
Vaterlands! Heil Kaiser Dir!', und zwar mehrere Strophen! Auf meine Frage, wo er das gelernt habe, sagte er:
'Das hat uns Missionar Judt beigebracht! Wir haben es zu Kaisers Geburtstag gesungen'."

Bei der militärischen Ausbildung durch die Deutschen waren die Herero-Freiwilligen mit Eifer und Begeisterung
dabei und erzielten auch gute Leistungen. Ganz stolz erzählte ein ehemaliger Krieger von einer Begebenheit bei
der Ausbildung: "Hauptmann von Kleist hatte ihn einmal gefragt: 'Na, mein Sohn, wohin zielst du denn?' - 'Auf
die 12, Herr Hauptmann!' war die selbstbewußte Antwort, die sich auch sogleich bewahrheitete. 'Und jetzt?' -
'Auf die 11, Herr Hauptmann.' - 'Donnerwetter, seht euch den Kerl an, das ist ein richtiger Soldat'." Eine
Völkermördernation behält man nicht so freundschaftlich in Erinnerung.

Und noch eine Bestätigung des guten Verhältnisses zwischen Eingeborenen und Deutschen, die aus der alten Zeit
stammt. Budack berichtet von einem Nama: "Einen anderen Nama begrüßte ich vor einigen Monaten freundlich in
seiner eigenen Sprache, worauf er mit leiser Empörung sagte: 'Aber Mister, du brauchst doch nicht in der
Hottentottensprache mit mir zu reden! Ich bin doch ein deutscher Junge!'" Das war eine übertriebene
Feststellung, denn durch Achtung der Deutschen wird ein Nama kein Deutscher, auch wenn heutige
Meinungsformer solche Definitionen in die Welt setzen. Aber das Erlebnis zeigt, wie tief die Hingabe an die
Deutschen war.

Nun wird von manchen "Historikern", die die Deutschfreundlichkeit nicht verschweigen können, die Erklärung
gegeben, die Deutschen seien nur deshalb in besserem Angedenken bei den ehemaligen Kolonialvölkern, weil sie
sich seit 1918 nicht mehr unbeliebt machen konnten, wozu Engländer, Franzosen und andere weiter Gelegenheit
hatten. Wenn an dieser Deutung etwas Wahres sein sollte, dann rührt die Hochachtung vor uns Deutschen mit
daher, daß die Völker einen unmittelbaren Vergleich zwischen den Kolonialherren hatten, denn die deutschen
Kolonien wurden von den Siegern des Ersten Weltkriegs vereinnahmt. Und die waren deutlich überheblicher und
deshalb unbeliebter!

Gerade wird von einem Urteil über die im eigenen Land geschmähte "Deutsche Wehrmacht" durch den bekannten
israelischen Militärhistoriker Prof. Martin van Creveld und dem Briten Lord Alexander berichtet, das satirisch
abgefaßt ist. (Nach einer genauen Quelle ist gefragt):

"Der israelische Militärhistoriker Martin van Creveld hat nicht alle Zacken am Davidstern, führte er doch aus: 'Das
deutsche Heer war eine vorzügliche Kampforganisation. In Hinblick auf Moral, Elan, Truppenzusammenhalt und
Elastizität war ihm wahrscheinlich unter den Armeen des zwanzigsten Jahrhunderts keine ebenbürtig.' Vom
Blackout des britischen Feldherrn Lord Alexander 'Die Deutsche Wehrmacht waren die besten Soldaten der Welt',
ganz zu schweigen."

Da ist es kein Wunder, wenn die alten deutschen Soldaten auch in afrikanischen Staaten geschätzt werden. Bei
ehrenvollem Kampf, ohne lügenhafte Polithetze, wie sie von der Weltpresse gegen Deutschland betrieben wurde
und bei jeder möglichen Gelegenheit - z.B. bei der Verweigerung der Beteiligung am Libyen-Einsatz - wieder
getrieben wird, ist eine Achtung des Gegners immer möglich.

Es wird ständig gefordert, in die Vergangenheit zurückzublicken damit das furchtbare - zum Teil nur behauptete
- Geschehen nicht vergessen wird. Die Propagandisten meinen damit aber nur den Rückblick auf das vergangene
NS-System. Rückblick ist aber auch im eigenen System notwendig, um Fehlentwicklungen nicht zu übersehen. Es
ist eine Fehlentwicklung, daß man heute in Zeitschriften so sachliche Betrachtungen über die deutsche
Vergangenheit nicht mehr liest. Sinn dieser Erinnerung ist es, dieser Fehlentwicklung entgegenzuwirken.
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Abgeschlossen am 3. Mai 2011.
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