W I D E R H A L L - Nr. 62
P F I N G S T E N ~ M a i / J u n i ~ 2 0 1 1 .
Ein privates Weltnetz-Magazin aus Deutschland.
Guten Tag wünscht Karl-Heinz.Heubaum(A)t-online.de
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Elke Fuchs und Dr. Gundolf Fuchs

Dritter Teil.


Anmerkung-Vorwort

Es gibt Leser, die warten darauf, daß die nächsten Texte erscheinen. Wie glücklich sind diese
Menschen. Es gibt aber auch Leser, die klagen: "Wir kommen mit dem Lesen gar nicht nach." Dafür
haben wir volles Verständnis, denn wir werden auch von der Flut der Meldungen fast erdrückt.

Was aber ist zu tun, um die Wünsche beider Gruppen zu beachten? Mehr oder weniger schreiben, löst
das Problem nicht - wobei ein "Mehr-Schreiben" aus zeitlichen Gründen kaum noch möglich ist.

Wir haben daher als eine Art Mttelweg vorgesehen, daß jeder Stellungnahme, jedem Text eine
Kurzfassung vorangestellt wird. Aufgrund derer kann der zeitlich stark belastete Leser eine Auswahl
treffen, welche Beiträge er ganz lesen will. Die Kurzfassung hat einen weiteren Vorteil. Sucht man
einen Beitrag später einmal, weil das Thema in anderem Zusammenhang zeitnah geworden ist, kann
man aus der Kurzfassung eher als nur aus der Überschrift den Beitrag wiederfinden.

Es war Goethe, der den Gedanken aussprach: "Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen." Damit
kann natürlich auch gemeint sein, man hält Hohes, Mttelmäßiges und auch Niedriges bereit, damit für
jeden Geschmack etwas vorhanden ist. Solche Auswahlkriterien legen wir nicht zugrunde. Aber auch
auf hoher Ebene gibt es eine Vielfalt. Da erscheint den einen dieser Beitrag, dem anderen jener Beitrag
wichtig. Und, so weit es sich im Empfängerkreis um Weiterverbreiter handelt, besteht für diese eine
Auswahl.

Daher ist das gerade zu bewältigende Ausmaß an Stellungnahmen wohl das Wirksamste.


* * *

1.) IST DER WARNSCHUSS-ARREST SINNVOLL UND GEBOTEN?
- - Das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes in Verbindung mit EU-Gesetzen hat
- - die Frage nach dem "Menschenrecht" einerseits und die Sicherheit vor Gewalt
- - andererseits wieder ins Gespräch gebracht. Die Gewaltexzesse politischer und
- - nicht-politischer Art, zeigen aber, daß die Befindlichkeiten der Straftäter
- - zu sehr beachtet werden!
* * *
2.) D A S ~ L I S T I G E ~ V O R G E H E N ~ D E R ~
- - H I N T E R G R U N D M Ä C H T E !
- - Der Angriff auf Libyen wird in Ost und West unterschiedlich bewertet.
- - Trotzdem ist neben dem Rivalenkampf auch die grundsätzlich einheitliche
- - "Weltleitung" zu erkennen.
* * *
3.) W U R D E ~ E I N ~ " B I N ~ L A D E N " ~ Z U R ~
- - " R E C H T E N ~ Z E I T " ~ E R M O R D E T ?
- - Trotz Siegesjubel in den westlichen Nachrichtenmitteln konnte man gleich
- - erkennen, daß der Welt etwas vorgespielt wird. Heute, am 08.05.11, ist von
- - Paul-Craig Roberts, einem Mitglied der ehemaligen Reagan Administration, ein
- - Beitrag im Netz, der fast alles, was zunächst verlautete, als unwahr
- - erweist. Der nach den Meldungen bis zum 05.05.11 geäußerte Verdacht ist
- - dadurch wesentlich dringender geworden.
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1.) IST DER WARNSCHUSS-ARREST SINNVOLL UND GEBOTEN?

Das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes in Verbindung mit EU-Gesetzen hat die Frage nach dem
"Menschenrecht" einerseits und die Sicherheit vor Gewalt andererseits wieder ins Gespräch gebracht.
Die Gewaltexzesse politischer und nicht-politischer Art, zeigen aber, daß die Befindlichkeiten der
Straftäter zu sehr beachtet werden!

Als kürzlich von einem dreifachen Kindermörder berichtet wurde, daß er vor seiner Entlarvung zwar
als Sexualtäter polizeibekannt, aber nicht vorbestraft war, drückten wir in einem kurzen Leserbrief
unsere Verwunderung darüber aus. Daraufhin meinte ein offensichtlich gutmenschlicher Zeitgenosse,
uns über die Rechtslage in einem Rechtsstaat aufklären zu müssen, weil nicht die Ansicht der Polizei,
sondern die Feststellungen von Gericht und Staatsanwaltschaft entscheiden, ob ein Mensch als
vorbestraft gilt.

Gerichte hatten zwar in zwei Fällen Strafen ausgesprochen, im zweiten Falle eine Bewährungsstrafe
von zehn Monaten im Zusammenhang mit Kinderpornographie, aber die Strafen waren verjährt. Der
oben genannte Zeitgenosse hatte gar nicht mitbekommen, daß unsere Kritik an die Justiz ging, die
polizeilich ermittelte Tatsachen so harmlos bewertet, daß der Täter so schnell von einem Makel wieder
befreit ist. Und die Kritik übte der Zeitgenosse, obwohl der so glimpflich behandelte Täter inzwischen
als mindestens dreifacher Mörder erkannt wurde. Zur Zeit wird untersucht, ob noch weitere Mordtaten
auf sein Konto kommen.

Bei solch verbrecherfreundlichem Zeitgeist braucht man sich nicht zu wundern, wenn die Kriminalität
ausufert.

In den folgenden Fällen geht es nicht um Sexualdelikte, sondern um politisch oder unpolitisch
motivierte Gewalttaten auf unseren Straßen. Unter "Gelbe Karte für junge Täter", Dithmarsche
Lasndeszeitung (DLZ) 27. April 2011, Seite 1, wird berichtet: "In der Nacht zum Ostersamstag hatte
ein 18jähriger Schüler im U-Bahnhof Friedrichsstraße (Berlin) einen 29jährigen mit Tritten gegen den
Kopf so schwer verletzt, daß dieser das Bewußtsein verlor." Dann folgt, wie es weiterging: "Gegen den
Täter wurde Haftbefehl wegen versuchten Totschlags erlassen. Er durfte nach Hause gehen und muß
sich nur regelmäßig bei der Polizei melden."

Wenn versuchter Totschlag kein sofortiger Haftgrund mehr ist, dann ist eine Gesellschaft - von einem
Volksleben ganz zu schweigen - sehr krank!

Das dämmert wohl auch einem Teil der durch die Parteien in stetem Wechsel vertretenen Obrigkeit.
Denn im Vorspann der Meldung heißt es:

"Nach der jüngsten Gewaltattacke eines Schülers an einer Berliner U-Bahnstation drängt die Union
darauf, schnell einen Gesetzentwurf zum Warnschußarrest vorzulegen." Nach den bisherigen
zahlreichen Gewalttaten mit tödlichem Ausgang oder starken bleibenden Schäden muß man die Frage
stellen: Warum kommt man erst jetzt auf diesen Gedanken? Aber der innenpolitische Sprecher der
SPD-Bundestagsfraktion Dieter Wiefelspütz - also ein Mann, dem die SPD ein großes Vertrauen
entgegenbringt - lehnt den Arrest ab. Er sagt dann aber: "Die schnelle Aufklärung und der sofortige
Zugriff auf die Täter sind das Entscheidende. Das muß gerade bei jungen Menschen sofort einsetzen."

Dieses schöne Bild des
Dr. Dieter Wiefelspütz
stammt aus Kürschners
Volkshandbuch, Deutscher
Bundestag, 17. Wahlperiode.
Dortiger Eintrag: "Richter a.D.,
Rechtsanwalt; 44532 Lünen, *22.9.1946,ev;
verh.-Realschule,Buchhändlerlehre,Abitur,
Studium der Rechtswissenschaften, 1.u.2.
jur.Staatsexamen usw.usf., seit 1998 innen-
politischer Sprecher der SPD-Fraktion.
-
Der Warnschußarrest soll ja gerade das "Entscheidende" bringen. Der Zugriff auf den Täter bestand im
vorliegenden Fall. Bei einem solchen Delikt dürfte es keine Frage sein, ob die Haftzeit vor dem
endgültigen Urteil kürzer sein könnte als die später festgesetzte Strafe. Hier geht es ja nicht um einen
Dummejungenstreich, sondern um eine Gewaltattacke, bei der der Tod billigend in Kauf genommen
wurde. Also kann man die Ablehnung einer Maßnahme durch Wiefelspütz, die gegenüber der
bisherigen Verfahrensart Vorteile bringt, nur als Störfeuer ansehen, auch wenn seine Worte den
Eindruck erwecken, er sei auch für eine schnellere Bestrafung der Täter. Die Forderung nach schneller
Aufklärung ist eine solche Selbstverständlichkeit, daß man darüber kein Wort zu verlieren brauchte.
Aber bei unserer "Kuscheljustiz" wurde selten gemäß dieser Selbstverständlichkeit gehandelt. Dieser
Ansicht scheint auch der GdP-Chef Bernhard Witthaus zu sein, denn er befindet: "Es lasse sich der
Eindruck schwer ausräumen, daß manche sich über die Zukunft des Täters mehr Gedanken machen als
über das Schicksal des Opfers."

So sieht es auch das Opfer, von dem in der DLZ, 29.04.11, S. 3, unter "Alkoholverbot im Nahverkehr
gefordert" berichtet wird: "Es sei für ihn wie ein weiterer Tritt ins Gesicht, daß der Täter wieder
freigelassen worden sei." Vielleicht muß erst der Fall eintreten, daß das Opfer zum zweiten Mal in
Lebensgefahr gebracht - oder sogar tödlich verletzt - wird, bevor auch "Menschenfreunde" einsehen,
daß ein "Wieder-auf-freien-Fuß-Setzen" nach brutaler Gewalttat eine Unmöglichkeit ist.

In der gleichen Ausgabe der DLZ findet man auf Seite 4 die Kurzmitteilung "Großeinsatz im
Schanzenviertel". Diese beginnt mit der Bekanntgabe: "Die Hamburger Polizei wappnet sich für die
erwarteten Krawalle. Rund um das Schanzenviertel wollen die Beamten in der Nacht zum Sonntag und
in der Nacht zum Montag ein sogenanntes Gefahrengebiet einrichten. ... Darin können sie ohne
konkreten Verdacht Menschen durchsuchen oder in Gefahrenabwehr Platzverweise erteilen."

Die Krawalle werden demnach schon als unabwendbar hingenommen, und es wird nur überlegt, wie
man die Folgen mindern kann. Ist es nicht ein Armutszeugnis für einen Staat, daß er durch Gesetze
nicht die öffentliche Ordnung sicherstellen kann? Bei "Gesinnungstätern" (rechts - KHH.) setzt man
Strafen "nicht unter x Jahren" fest. Bei Aufrührern und Gewaltchaoten (links - KHH.) kommt man
nicht auf diesen Gedanken. Wenn es hieße: Wer bei einer Demonstration eine Gewalttat begeht, wird
bei Sachbeschädigung mit mindestens drei Jahren Haft, bei Körperverletzung mit mindestens fünf
Jahren Haft bestraft, dann gehörten die geradezu zu einem Sport gewordenen Gruppengewaltexzesse
schnell der Vergangenheit an. Aber die Gutmenschen sehen ja Forderung nach Recht und Ordnung als
etwas Nazihaftes an. Und um die Maßstäbe der meist obrigkeitsgläubigen Mehrheit auf noch tiefere
Stufe zu ziehen, nennt man in den Rundfunknachrichten des NDR 3 am 1. Mai 2011 die inzwischen
eingetretenen Krawalle "weitgehend friedlich", obwohl elf Polizisten verletzt wurden!

Für die Meinungsdiktatoren gibt es allerdings einen wichtigen Grund, einen klaren Rechtsstandpunkt,
der von der Mehrheit begrüßt würde, zu verhindern. Man braucht die linksextreme Gewalt, um
Volksbewußte bzw. Nationale einzuschüchtern, wie die DLZ-Meldung vom 29.04.11, S. 3, "Linke
rufen zu Gewalt bei Demo in Bremen auf" zeigt. Aus der Überschrift geht noch nicht hervor, daß die
Gewalt der Verhinderung einer friedlichen NPD-Demonstration gilt. Es handelt sich um etwa 5.000
Gegendemonstranten, die von den Linken zur Gewalt aufgerufen werden, um etwa 200 NPD-
Mitglieder rechtswidrig zu stören. Im Vorfeld wurden bereits hinterhältige Zerstörungen verübt. Dazu
heißt es: "Am Donnerstagmorgen gingen drei Autos von NPD-Funktionären in Flammen auf." Mit
dieser Gewalttat werden nicht nur die NPD-Vertreter getroffen, sondern es werden auch neutrale
rechtsbewußte Bürger verängstigt, und sie wagen nicht mehr, sich gegen diese Politverbrechen
auszusprechen. Sie müssen nämlich befürchten, daß dann ihr Auto das nächste sein könnte, das
angesteckt wird.

Am 30.04.11, etwa 16.15 Uhr, berichtete "Radio Bremen" über den abgelaufenen "NPD-Aufmarsch in
Bremen". Zunächst ist bemerkenswert, wieviele Organisationen sich an der Gegendemonstration
beteiligten und was ihr Ziel war: "Ursprünglich hatte das von fast 100 Organisationen unterstützte
Bündnis 'Keinen Meter' geplant, durch eine hohe Präsenz an Gegendemonstranten die Veranstaltung
der NPD ganz zu verhindern. Dies war 2006 gelungen, als sich fast 10.000 Menschen einer NPD-
Demo in Bremen-Gröpelingen entgegenstellten und so den Aufmarsch stoppten. Dem Bündnis 'Keinen
Meter' haben sich Parteien, Kirchengemeinden, Vereine, Stadtteilgruppen, Betriebsräte und
Schülervertretungen und Gewerkschaften, darunter auch die Gewerkschaft der Polizei, angeschlossen."

Die Berichterstatter finden die Maßnahmen wohl ganz in Ordnung und bedauern, daß der NPD-Marsch
nicht ganz wie 2006 verhindert werden konnte. Sind sich die Zustimmenden darüber klar, daß sie damit
den Rechtsstaat außer Kraft setzen und den sonst immer geforderten Minderheitenschutz gröblich
verletzen?!? Wer einer Minderheit einen staatlich genehmigten Marsch durch eine Stadt verweigert, der
verstößt gegen Grundrechte unserer Verfassung. Daß die NPD das Recht zu diesem Marsch hatte,
beweist der Polizeieinsatz, der nach Angaben von Bremens Polizeipräsident Holger Münch 1,2
Millionen Euro gekostet hat.

Meint jemand, daß der Staat falsch handelt, wenn er das Grundrecht der Versammlungsfreiheit achtet
und die NPD marschieren läßt, dann muß er vor der Landesregierung dagegen demonstrieren -
natürlich absolut friedlich und nicht nur "weitgehend" (s.o.)!

Daß die Gewerkschaft der Polizei mit zu den Aufrufenden gehört, ist schwer verständlich. Die Führung
könnte "politisch korrekt" genug sein, um der staatlichen Meinung zu folgen. Die Mehrheit der
Polizisten wird aber kaum über eine gewalttätige Gegendemonstration erfreut sein, bei der die
Ordnungshüter an Leib und Leben gefährdet werden.

Auch die staatlichen und halbstaatlichen Organisationen laden Schuld auf sich, wenn sie einen Protest
gegen eine zugelassene Partei unterstützen, der im Vorfeld bereits zu schwerwiegenden kriminellen
Handlungen wie Autos-Anzünden führt. Solange solche Untaten nicht scharf verurteilt werden und jede
Gemeinschaft mit den Gewalttätern eindeutig aufgekündigt wird, haben wir keinen Rechtsstaat mehr.

In dem Bericht lautet eine Überschrift: "Großaufgebot der Polizei trennt Demonstrationszüge". Das
klingt so, als ob von beiden Seiten aufeinander losgegangen werden sollte. Das ging zwar allein wegen
des Zahlenverhältnisses nicht, aber es war auch sonst nicht geplant. Es heißt:

"Rund 180 Neonazis waren durch die Stadt gezogen. ... Ein Großaufgebot von 3.000 Polizisten sorgte
dafür, daß die beiden Demonstrationszüge voneinander getrennt bleiben. ... Linksextreme haben immer
wieder versucht, zur Marschroute der NPD-Anhänger durchzubrechen."

Als besonderer Grund, gegen die Kundgebung der NPD vorzugehen, wird genannt: "Die rechtsradikale
Partei will bei der Bremer Bürgerschaftswahl am 22. Mai ins Parlament einziehen."

Die Verantwortlichen für die Gegendemonstration müssen die Bevölkerung für politisch ziemlich naiv
halten. Normalerweise schafft eine offenbarte Gewalttätigkeit der Linksextremen gerade Sympathien
für die NPD. Wer keine besseren Mittel gegen einen politischen Gegner hat als Gewalt, dessen
Argumente sind sehr schwach. Und wenn "befürchtet" wird, daß die NPD in die Bürgerschaft gelangt,
also mehr als fünf Prozent bekommt, so handelt es sich um eine beachtliche Minderheit, die die NPD
für besser hält als die anderen Parteien. Vielleicht meint ein Teil möglicher NPD-Wähler auch nur, daß
eine NPD im Parlament die anderen Parteien an ihrer oft volksfremden Politik etwas hindern kann.

Der Bericht von Radio Bremen enthält noch die Aussage: "Ein Streifenwagen wurde angegriffen und
beschädigt. ... 200 Menschen wurden festgesetzt, die Flaschen auf die Einsatzkräfte geworfen haben
sollen." Die Tatsache, daß die Polizei mit Flaschen beworfen wurde, will der Berichterstatter auch noch
relativiert wissen, indem er von "geworfen haben soll" spricht. Natürlich kann unter den 200
Festgenommenen auch jemand sein, der nicht geworfen hat. Das kann die Polizei nicht genau
feststellen, wenn aus einer Zusammenrottung Flaschen fliegen. Wer sich in einer solchen Gruppe
aufhält, billigt solche Gewalt. Aber offensichtlich war das alles nicht der Aufregung wert, denn "die
Polizei sprach von einem insgesamt friedlichen Verlauf."

Es gibt noch viel zu tun, um der Mehrheit die Augen zu öffnen, wie verhängnisvoll und diktatorisch -
trotz Bekenntnis zur Demokratie und damit zur Meinungsfreiheit - derzeit Politik betrieben wird. Und
wenn man dann noch die bewußte Fehlsteuerung der NPD durch den Verfassungsschutz bedenkt, dann
ist ganz klargestellt, daß sich die Hetze in Wirklichkeit gegen die Volksbewußten richtet, deren
gewaltfreie Thesen zur Volks- und Völkererhaltung von den Globalisten außerordentlich gefürchtet
werden!

Elke und Dr. Gundolf Fuchs, 01.05.2011

(Seitenbetreiber: Natürlich weiß ich, daß die NPD - wie auch manch andere Gruppierung - mit sog.
"Verfassungsschützlern" (in der DDR sprach man von den "IM") infiltriert ist. Aber ob diese Spitzel
parteibestimmend wirken können, möchte ich bezweifeln. KHH.)

* * *


2.) D A S ~ L I S T I G E ~ V O R G E H E N ~ D E R ~ H I N T E R G R U N D M Ä C H T E !

Der Angriff auf Libyen wird in Ost und West unterschiedlich bewertet. Trotzdem ist neben dem
Rivalenkampf auch die grundsätzlich einheitliche "Weltleitung" zu erkennen.

Der hocheingeweihte Schriftsteller August Strindberg soll einmal den Vergleich aufgestellt haben: In
der Weltpolitik ist es so, als ob ein Schachspieler beide Partien spiele. Wenn jemand die Quelle kennt,
bitten wir um Mitteilung.

Der Ausspruch ist aber ebensowenig entscheidend wie die Echtheit der Protokolle von Zion, wichtig ist
nur, wie die Weltpolitik verläuft. Und da wissen wir aus der Zeit des "Kalten Krieges," daß zwischen
den für die Öffentlichkeit einander todfeindlich gegenüberstehenden Supermächten durchaus gewisse
Sympathien bestanden, und zwar wegen der einstigen Waffenbrüderschaft gegen Deutschland. Die US-
Führung sandte z.B. Grußadressen zu Jahrestagen der bolschewistischen Oktoberrevolution 1917.

Als die Sowjetunion zusammenbrach, waren die USA die einzige Supermacht. Das hatte den Vorteil,
daß die Hintergrundmächte nicht mehr Rivalitäten zwischen zwei Blöcken zu berücksichtigen
brauchten. Auf der anderen Seite stieß die bedenkenlose Machtpolitik der USA bei etlichen Bürgern
auf Ablehnung, die man auch mit dem mächtigen Propagandaapparat nicht mehr in den Griff
bekommen konnte. Und so ließ man mit dem Block: Rußland, China und in gewissem Maße auch
Indien ein Gegengewicht entstehen. Interne Machtkämpfe gehen natürlich weiter, wie die
Einkreisungsversuche Rußlands durch Nato-Osterweiterung, Radar- und Raketenschirme in Polen und
der Tschechei zeigen, aber die globale Zielsetzung wird dadurch nicht gestört.

Am Beispiel Libyens kann man das listige Vorgehen gut erkennen. An fast jedem Herrscher gibt es
etwas auszusetzen. Den Grund dafür hat Mathilde Ludendorff in ihrem Werk "Die Volksseele und ihre
Machtgestalter - eine Philosophie der Geschichte" bereits vor nahezu 80 Jahren dargelegt:

"Ungünstig ist es über dies noch, daß zur Erhaltung der Völker Machtentfaltung gehört. Denn wenn der
unvollkommene Selbsterhaltungswille sieht, daß Machtstellung 'große Vorteile' mit sich bringt, so wird
sie ihm Mittel zum Zweck. Macht verheißt Lusthäufung und wird so zum Ziele dieses Willens. Damit
ist der Anfang zu einer unseligen innerseelischen Wandlung gemacht, der die meisten verfallen, die an
eine Machtstellung gelangen, also zu den unmittelbaren Geschichtegestaltern erwählt sind. Sie wollen
Machtstellung, weil sie Lusthäufung verheißt! Um sich diese zu erhalten, wird das größte Unrecht am
Amte getan, das man inne hat. Es kommt, man möchte sagen fast zwangsläufig, zur 'Korruption', zum
Herabsinken in gewissenlosesten Amtsmißbrauch. Vor unseren Augen sinken alle die in diesen
Abgrund, die keine gefestigten Persönlichkeiten sind. Nur selten sind jene Erscheinungen, die durch ihr
Amt über sich hinauswachsen." (S. 204/5)

Also kann man auch leicht Menschen gegen einen Herrscher aufhetzen, wenn man auf die
Eigensüchtigkeiten und Fehler seiner Herrschaft hinweist. Dazu eignen sich besonders Schlagworte wie
Freiheit und Demokratie, wobei unter Freiheit nur die äußere Freiheit verstanden wird. Die ist zwar
auch wichtig, aber wenn es sich nur um das Abwerfen eines Joches handelt, ohne seelisches
Gefestigtsein, dann werden die aus dem Aufruhr hervorgehenden "neuen" Herren sehr schnell ihrerseits
Unfreiheit bringen.

Als die UNO gegen Gaddafi mobil machte, hielten China und Rußland Gaddafi auch für einen
ungünstigen Herrscher, aber sie enthielten sich im Sicherheitsrat der Stimme, sie wollten also nicht zu
den Scharfmachern gehören.

Nachdem sich jetzt das Unternehmen immer mehr als Verbrechen und völkerrechtswidrige
Einmischung in die Belange eines anderen Staates entlarvt, hört man aus Moskau scharfe kritische
Töne. In der "jungen welt", 15. April 2011, schreibt Knut Mellenthin unter: "BRICS-Gipfel: Brasilien,
Rußland, Indien, China und Südafrika fordern Feuerpause in Libyen - NATO diskutiert weitere
Kriegsführung. UNO verweigert EU-Truppen - 'Hilferuf': Legt die Waffen nieder!"

"Während sich die NATO auf den Einsatz von Bodentruppen in Libyen vorbereitet, haben sich die UN-
Vetomächte Rußland und China dafür ausgesprochen, die Anwendung von militärischer Gewalt zu
vermeiden. Alle Beteiligten sollten ihre Differenzen mit friedlichen Mitteln, durch Verhandlungen und
Dialog lösen. Das war auch die Überzeugung von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, denn er rief auf
einer internationalen Konferenz in Kairo dazu auf, den Konflikt in einem 'politischen Prozeß' zu lösen,
'damit das libysche Volk seine Erwartungen erreichen kann'. Vordringlich sei jetzt eine sofortige
Waffenruhe."

Weiter heißt es: "Die Staats- und Regierungschefs Rußlands, Chinas und der drei anderen zur
sogenannten BRICS-Gruppe gehörenden Staaten Indien, Brasilien und Südafrika hatten sich am
Donnerstag in Sanya auf der südchinesischen Insel Hainan getroffen. Die Gruppe repräsentiert
insgesamt rund drei Milliarden Menschen." Die Behauptung, daß die genannten politischen
Vertretungen den Willen von drei Milliarden Menschen darstellen, muß allerdings mit einem
Fragezeichen versehen werden. Denn auch in diesen Staaten besteht eine große Kluft zwischen
Regierung und Bevölkerung. Aber da bekanntlich immer Minderheiten weitgehend das Geschehen
bestimmen, könnten die drei Milliarden Menschen sehr schnell für eine politische Unternehmung
zusammengefaßt werden. Von den BRICS-Ländern hatte bei "der Abstimmung über die Libyen-
Resolution 1973 ... am 17. März nur Südafrika zugestimmt, während sich die anderen vier enthalten
hatten. Inzwischen hat aber auch der südafrikanische Präsident Jacob Zuma am Wochenende bei einem
Besuch in der libyschen Hauptstadt die NATO aufgefordert, ihre Luftangriffe einzustellen. In der
Abschlußerklärung des gestrigen Treffens wurde ausdrücklich die von der NATO und den libyschen
'Rebellen' abgelehnte Friedensinitiative der Afrikanischen Union begrüßt und unterstützt." Also wurde
von westlicher Seite eine mögliche friedliche Lösung verhindert. Dann wird mitgeteilt:

"Noch deutlichere Worte fand der russische Präsident Dmitri Medwedjew nach dem Gipfeltreffen in
Sanya. 'Wir gehen davon aus, daß die Resolutionen des UN-Sicherheitsrats in Übereinstimmung mit
ihren Worten und ihrem Geist umgesetzt werden müssen, aber nicht aufgrund willkürlicher
Interpretationen, die von einigen Staaten vorgenommen wurden.' Die Intention der Libyen-Resolution
sei gewesen, eine weitere Eskalation des Konflikts zu verhindern. Statt dessen habe man eine
internationale Militäroperation der NATO bekommen, von der aber nichts in der Entschließung des
Sicherheitsrats stehe."

Wie bekannt ging der Lufteinsatz unvermindert weiter, wenn er sich nicht sogar noch steigerte. Am 22.
März 2011 wird die "junge welt" noch deutlicher, obwohl der Titel eher von der Gegenrichtung
gewählt sein könnte:

"Vorlauter Redner des Tages: Wladimir Putin.
"Im Weltsicherheitsrat enthielt sich Rußland bei der Libyen-Resolution der Stimme, am Montag regte
sich der russische Ministerpräsident Wladimir Putin auf, daß westliche Mächte unter Berufung auf das
Papier einer Lieblingsbeschäftigung nachgehen: Menschenrechte und Demokratie per Bomben vom
Himmel herabregnen lassen. Laut Putin ist die Resolution 'nicht vollwertig und zudem schädlich', sie
erinnere 'an einen mittelalterlichen Aufruf zu einem Kreuzzug. Faktisch erlaubt sie eine Invasion in ein
souveränes Land'."

(Putin - vorn links - und die "Auserwählten". Hier
kann man fragen, ist Putin unabhängig? Und Medwedjew?)

Konnte das die Regierung Rußlands nicht vorhersehen? Weshalb legte sie dann kein Veto ein? Putin
räumt ein: "Das Regime Muammar Al-Ghaddafis entspreche zwar 'in keinem einzigen Parameter' den
Kriterien der Demokratie, dies gebe aber anderen Ländern kein Recht, sich in die inneren Konflikte
einzumischen und 'eine der Seiten in Schutz zu nehmen'. Putin betonte, die US-Politik der Einmischung
in Konflikte in anderen Ländern werde zu einer stabilen Tendenz. Dies sei 'gewissenlos und
unlogisch'."

Der russische Präsident Dmitri Medwedjew hatte dagegen ein Gespräch mit US-"Kriegsminister"
Gates. Dabei hielt es Medwedjew für angebracht, Putins Bemerkungen sofort als "unangebracht"
abzukanzeln. Demnach bestehen auch Rivalitäten in entscheidenden Fragen innerhalb einer Regierung
(Rußlands).

Schließlich noch eine Meldung einer unmittelbaren Quelle.

Die "Russische Nachrichtenagentur RIA Novosti", übt Kritik, gemäß "http://de.rian.ru" am 1. Mai
2011 unter der Überschrift "Nato tendiert zur rechtswidrigen Regelung des Libyen-Konflikts -
Russischer Außenpolitiker".

"Der in der vergangenen Nacht von Nato-Fliegerkräften unternommene Luftangriff auf Tripolis war
nach Ansicht von Konstantin Kossatschow, Chef des auswärtigen Ausschusses der Staatsduma, auf
eine physische Beseitigung des libyschen Staatschefs Muammar al-Gaddafi gerichtet, womit die
Operation in diesem Land zu einer rechtswidrigen Regelung des Konflikts tendiert. Das, was
ursprünglich als eine zweidimensionale Situation erschien, nämlich eine Konfrontation zwischen dem
herrschenden Regime und dem Volk, entspreche in Wirklichkeit nicht dem realen Stand der Dinge ...:
'In Libyen ist ein Bürgerkrieg im Gange, die Einmischung einer dritten Kraft von außen führt die
Situation in eine Sackgasse', betonte er. ... Solche Tragödien seien unvermeidlich, wenn versucht wird,
die erklärten Ziele, selbst die denkbar edlen, mit nicht rechtmäßigen Mitteln durchzusetzen. Nach
Kossatschows Ansicht stehen nun der Koalition im Zusammenhang mit diesem Vorfall schwere
Auseinandersetzungen mit der internationalen Völkergemeinschaft bevor. Er zweifelt allerdings nicht
daran, daß die Führung der Koalitionskräfte so tun wird, als wäre nichts Besonderes geschehen."

So wenig Voraussicht über die künftige Entwicklung kann bei Weltstaaten nicht herrschen! Warum
also stimmten sie nicht gegen die Resolution, wodurch zumindest ein Aufschub bis zu genauerem
Überdenken des Falles hätte stattfinden können? Wer meint, es sei Gefahr im Verzuge gewesen, der
möge jedenfalls erklären, warum der von Gaddafi angebotene Waffenstillstand nicht angenommen
wurde.

Was ist nun das Listige an dieser Entwicklung? Man läßt das Wichtige und Richtige gegen den
verbrecherischen Krieg in den westlichen Medien nur von der "östlichen Seite" sagen und setzt die
eigene Bewertung dagegen. Dadurch wird es von den Menschen der westlichen Hemisphäre aber nur
teilweise aufgenommen, weil es ja vom ideologischen Feind kommt. Diese "Feindseite" erweist sich
noch als notwendig, damit Strindbergs "doppelter Schachspieler" sein Ziel erreicht und es öffentlich
verkündet werden kann. Der aggressive westliche Kapitalismus hat den "Linken" schon zu viel Macht
verholfen. In Baden-Württemberg sind wir mit "Grün-Rot" bereits auf dem besten Wege zur
Machtübernahme, auch wenn man die echten Linken noch etwas zurückhält und lieber die "grün
getarnten" Linken in den Sattel setzt.

Wenn das Ziel erreicht ist, wird mancher erkennen, daß Kommunismus und Kapitalismus zu einer
Einheit zusammenschmelzen, in der es nur noch ein Heer von Arbeitssklaven und eine kleine
Führungsschicht gibt. Daß die letztere mit der "Gleichheit aller Menschen" gut vereinbar sein soll, das
hat der Bolschewismus in der Sowjetunion und auch in seinem Ableger, in der DDR, ja vorgeführt.

Wird hingenommen, daß im Namen der Freiheit unmenschliche Machtpolitik betrieben wird, dann ist
auch der nächste Schuldvorwurf bereits vorbereitet, und zwar von den gleichen Medienmächten, die
der westlichen Welt die Kriegstreiberei als notwendige "Abwehrmaßnahme" verkauft haben. Gerade
wir Deutschen sind für Schuldzuweisungen empfänglich, weil Recht und Tugend immer noch einen
hohen Wert besitzen.

Das ist eine Mahnung, sich nicht durch gefährliche Polit-Propaganda vernebeln zu lassen, sondern sich
bei der Bewertung politischer Ereignisse seines Verstandes zu bedienen!

Elke und Dr. Gundolf Fuchs, 02.05.2011

* * *


3.) W U R D E ~ E I N ~ " B I N ~ L A D E N " ~ Z U R ~
- - " R E C H T E N ~ Z E I T " ~ E R M O R D E T ?

Trotz Siegesjubel in den westlichen Nachrichtenmitteln konnte man gleich erkennen, daß der Welt
etwas vorgespielt wird. Heute, am 08.05.11, ist von Paul-Craig Roberts, einem Mitglied der
ehemaligen Reagan Administration ein Beitrag im Netz, der fast alles, was zunächst verlautete, als
unwahr erweist. Der nach den Meldungen bis zum 05.05.11 geäußerte Verdacht ist dadurch wesentlich
dringender geworden.

(Die Schreibweise des "Terroristen-Häuptlings" ist in den einzelnen Meldungen sehr verschieden. Hier
wird einheitlich der Name Osama bin Laden benutzt.)

"Soll hier wieder eine böse verschwörungstheoretische Annahme in die Welt gesetzt werden?" so
könnte der Leser bei der Überschrift fragen. Die Umstände der Tötung eines Menschen, der vielleicht
nur für "bin Laden" ausgegeben wird, sind so widersprüchlich und zeugen derart von Polithaß, daß
man schon auf den Gedanken kommen kann: Hier wurde ein weltweit Verteufelter bedenkenlos
beseitigt. Selbst wenn er für das Attentat in Manhattan und Washington am 11. September 2001
hauptverantwortlich wäre, könnte man ihn nicht die Bestie der Welt nennen. Schließlich hat die US-
Regierung die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki 1945 zu verantworten, bei denen die
Anzahl der Sofort-Opfer erheblich höher war und furchtbare Folgeschäden, die bis heute andauern,
billigend in Kauf genommen wurden.

Aber zurück zur Verschwörungstheorie. Die Dithmarscher Landeszeitung (DLZ) vom 04.05.11, S. 3,
veröffentlicht einen Beitrag über "Zweifel am Tod bin Ladens in Abbottabad". Gleich in der
Zweitüberschrift wird die Merkwürdigkeit und Undurchsichtigkeit des Geschehens angedeutet. "Nach
der Meldung von der erfolgreichen Jagd auf den Terrorplaner blühen neue Verschwörungstheorien". Im
Vorspann wird auf die "hartnäckigen" Zweifel gegenüber der US-Version des "11. Septembers"
hingewiesen, und vorausgesagt, daß diese nach dem Tode bin Ladens bzw. nach der Todesnachricht
über diesen Menschen nur wachsen. Und es wird die Frage gestellt: "Warum ist das für viele Menschen
so faszinierend?" Ob der Begriff "faszinierend" der richtige ist, wagen wir zu bezweifeln. Es ist bei
vielen Bürgern wohl mehr Angst und Betroffenheit über eine Weltpolitik, bei der die "Terroristen" in
hohen Staatsstellen zu suchen sind.

Erwähnt wird der "Sachbuch-Autor" Daniel Kulla, der 2007 ein Buch mit dem Titel
"Entschwörungstheorie" geschrieben hat. Dieser Titel zeigt, daß die Suche nach hintergründigen
Zielsetzungen als falsches "Verschwörungsdenken" dargestellt werden soll. Er muß aber zugeben, daß
es in den Verlautbarungen der USA "verschiedene Unklarheiten bezüglich 9/11" gegeben habe. Weiter
heißt es: "Auch zur Todesnachricht bin Ladens werden an vielen Stellen im Netz Ungereimtheiten
aufgeworfen." Das ist wieder eine merkwürdige Formulierung. Unklarheiten wirft man nicht auf, die
stellt man fest.

Kulla stellt dann eine These auf, an der etwas Wahres ist, aber er scheint damit die Suche nach Mächten
im Hintergrund grundsätzlich in das Reich der Phantasie verweisen zu wollen. Dem muß energisch
entgegengetreten werden, denn das würde den Geheimorden und ähnlichen Vereinigungen freie Bahn
für ihr unheilvolles Wirken schaffen. Kulla sagt: "Probleme und Mißstände könnten so 'als gezieltes
Projekt einer feindlichen Verschwörung' verstanden werden. 'Der Fehler liegt dann auf jeden Fall nicht
mehr beim eigenen guten Kollektiv'. Daher gebe es immer wieder genügend Anhänger der
entsprechenden Empörung über lügende Regierungen, geheime Machenschaften und sonstige
Regelverletzungen der idealen Demokratie."

Richtig ist, daß die nun einmal unvollkommenen Menschen gern eigene Schuld an Unbehaglichem
anderen zuschieben möchten. Das sind aber solche Menschen, die nur Unbehagen abwenden, aber nicht
den Ursachen auf den Grund gehen wollen.

Den ernsten Menschen, die nach Hintergründen forschen, geht es um Recht und Wahrheit, um
würdiges Leben, das durch Machenschaften von Hintergrundmächten mit religiösen
Weltherrschaftszielen gestört wird. Und da ein geheimes Weltherrschaftsstreben nur durch
Kriegstreiberei mit ganz anderen Vorwänden erreichbar ist, dient das Erkennen und Durchschauen von
Hintergrundmächten auch der Friedenssicherung.

Was ist an dem Kommando-Unternehmen in Abbottabad und dem nachfolgenden Geschehen nun
besonders merkwürdig?

1.)
Wenn man den "Top-Terroristen" in dieser Welt fangen oder erschießen will, dann dürfen nur sehr
wenige in die Aktion
eingeweiht sein. Auf der gleichen Seite der DLZ prangt aber ein Bild, wodurch das Kommando-
Unternehmen zu einem

(Hier ein Ausriß aus dem "Meller Kreisblatt" vom 4. Mai 2011.
Das Bild prangte sechsspaltig fast ganz über die obere Hälfte des
Titelblattes, sechsspaltig, so wichtig beurteilte es die Redaktion:
Es zeigt die Zuschauer bei der angeblichen Life-Übertragung der
Ermordung bin Ladens oder wer das auch immer war. - KHH.)

Fernsehspiel mit vielen Zuschauern gemacht wurde. Der Bericht dazu trägt die Überschrift "Obamas bange
Minuten - US-Präsident sah den Einsatz gegen bin Laden live im weißen Haus." Um Verwirrung zu stiften gab es
Meldungen, daß dies Bild eine Fälschung sei. Vielleicht meinte man bei dieser Aussage auch ein Bild, auf dem alle
dargestellten Personen einen "Obama-Kopf" tragen, das ein Satiriker photomontiert hat.

Die Aktion erfolgte in einem Gebiet, in dem Selbstopfereinsatz zu den religiösen Großtaten gehört. Hätte sich eine
Gruppe um bin Laden nicht lieber aktiv in die Luft gesprengt, als sich passiv erschießen zu lassen? Und da es im
Gegensatz zu Selbstmordattentätern nicht um tragbaren, sondern um stationär angebrachten Sprengstoff
gegangen wäre, hätte eine so große Bombe gezündet werden können, daß das ganze Kommando-Unternehmen
mit hinweggefegt worden wäre.

2.)
Bald nach dem Attentat 2001 wurde von schweren gesundheitlichen Problemen bin Ladens berichtet. Er könnte
also schon längst tot gewesen sein. Dann hätte die jetzige Todesnachricht bzw. der Mord an einem Doppelgänger
einen rein politischen Hintergrund, z.B. um Obama einen spektakulären Erfolg zu Verschaffen, da sein Ansehen
sehr gelitten hatte. Am 06.05.11, meldet die DLZ auf Seite 3 dann auch "Obamas Popularität schnellt nach oben",
von etwa 50 auf 70 Prozent!

3.)
Die Leiche wurde schnell ins Meer geworfen, daß keinerlei Untersuchungen daran mehr gemacht werden können.
Als Grund dafür wurde angegeben, es entspreche islamischen Brauches, Leichen im Meer zu versenken. Gerade
die US-Führung ist bekannt dafür, daß sie sich um die Bräuche anderer Völkerschaften wenig kümmert. Also
wollte man in Wirklichkeit mit dieser Maßnahme Spuren beseitigen.

4.)
Im DLZ-Bericht heißt es an einer Stelle: "Der zur eindeutigen Identifizierung bin Ladens angeführte DNA-Test
könne gar nicht so schnell zu einem Ergebnis führen wie es in Washington erklärt worden sei". Das ist eine der
Pannen, die bei lügenhaften Darstellungen oder bei geplanten Ereignissen auftreten können. Dabei wird ein
Anschlag als geschehen verkündet, bevor er stattgefunden hat. Peinlich ist dann allerdings, wenn der Anschlag
fehlschlägt. Ein Beispiel dafür waren am 9. November 1923 nach der Beschießung des nationalen Marsch zur
Feldherrnhalle Plakate mit der Aufschrift: "Der Preuße Ludendorff ist tot." Erich Ludendorff aber lebte. Die
Plakate zeigten also, was gewisse Kreise geplant hatten.

Wer nicht an zeitliches Hellsehen glaubt und auch dem Papst die Fähigkeit einer sicheren Vorausschau
zukünftigen Geschehens abspricht, der konnte die Planung des Mordes an dem österreichischen Thronfolgerpaar
bereits vier Jahre vorher erfahren. Papst Pius X. erklärte 1910 bei einer Audienz den Bruder von Erzherzog
Ferdinand, Karl, zum unmittelbaren Thronfolger. Das war kein Versehen, denn der Papst wurde auf den "Fehler"
aufmerksam gemacht, wehrte den Einwand aber mit überirdischer Gebärde ab. Also kannte Pius X. den Plan zur
Ermordung Ferdinands.

5.)
Im Bericht über das Kommando-Unternehmen ("Obamas bange Minuten") wird auch auf entscheidende
Widersprüche hingewiesen. Es gab "zunächst keine Zweifel, daß der Einsatz als Kill-Operation galt: Eine
Festnahme sei nicht vorgesehen hieß es da. Stunden später versuchte jedoch (Anti-Terror-Chef) John Brennan
vor dem Weißen Haus die Wende. Wenn wir die Möglichkeit gehabt hätten, ihn lebendig zu bekommen, wenn er
keine Bedrohung dargestellt hätte, dann wären die Soldaten darauf vorbereitet gewesen." Wie zur Entschuldigung
für die Mordtat gibt Brennan an: "Unsere Furcht war, daß er sich gegen die Festnahme wehren würde. Und das ist
eingetreten." Dann aber wurde gemeldet, daß bin Laden selbst nicht zur Waffe gegriffen habe. Wenn aber seine
Bewacher das Feuer eröffnet hätten, dann hätten diese erschossen werden müssen, wozu ein Elite-Kommando
wohl fähig ist. Und gab es bei den US-Soldaten keine Toten oder Schwerverletzten? Dann kann es keine
bedeutende Gegenwehr gegeben haben.

6.)
Zu den Ungereimtheiten gehört auch die Behauptung, bin Laden habe eine seiner Ehefrauen als menschliches
Schutzschild vor sich gezogen. Diese Meldung wird auch schon als falsch hingestellt. Aber wenn der Vorgang von
höchsten US-Vertretern "live" verfolgt wird, dann wird man wohl sehen können, ob eine Frau im Spiel ist. Auf
jeden Fall zeigte das Schutzschild-Nehmen, daß bin Laden es nicht auf einen Schußwechsel ankommen lassen,
sondern sein Erschossenwerden verhindern wollte. Er rechnete allerdings nicht mit der Kaltblütigkeit des
Kommando-Unternehmens, daß die Soldaten auch die Frau ermorden würden. Der Bericht schließt mit dem
Absatz: "Die Frau starb und im Verlauf dieser Schießerei wurde auch bin Laden von zwei Kugel getroffen ..."

Es stellt sich also ganz klar heraus, daß Tötungsabsicht bestand und man sich die Möglichkeit auch nicht nehmen
lassen wollte, wenn dabei eine Frau mit umkam. Bei Zweifeln an der Echtheit des ermordeten bin Ladens wäre ein
anderer Ausgang des Kommando-Unternehmens für die Propagandisten auch schrecklich gewesen.

In der DLZ vom 04.05.11, S. 3, wird auch der Jubel über bin Ladens Tod gedämpft. Denn "Sein Tod kam zu
spät", betont die Politologie-Studentin Dinia Ghonim, "bin Ladens Erbe ist längst in der Welt". Den letzten Satz
nahm die DLZ auch für die Überschrift. Dieser Meinung sind offensichtlich auch die Beherrscher der
gleichgeschalteten Presse. Am 03.05.11, S. 1, wird nämlich der "Angst vor Vergeltung" in der Hauptüberschrift
Ausdruck verliehen und in der Zweitüberschrift wird vor Optimismus gewarnt: "Nach der Tötung von Terrorchef
Osama bin Laden ist die Anschlagsgefahr nicht gebannt". Das ist sehr milde ausgedrückt, denn am 04.05.11, S. 1,
wird ein Bild von islamischen Fanatikern in Pakistan gezeigt. In die Menge ist ein wild schreiender,
fähnchenschwingender und grölender Fanatiker groß hineinprojeziert worden. Die Bildunterschrift lautet:
"Radikale pakistanische Moslems protestieren gegen die amerikanische Militäraktion, die zum Tod von Osama bin
Laden führte. Trotz der zuletzt sinkenden Popularität des Terror-Drahtziehers, stößt die US-Politik auf
Unbehagen."

Die FAZ beschäftigt sich am 03.05.11 auf der Titelseite auch mit den Folgen des Unternehmens von Abbottabad:
"Osama Bin Ladin in Pakistan getötet." (Die Schreibweise ändert sich fortwährend. Früher schrieb die FAZ "bin"
immer klein. Es handelt sich in allen Fällen aber um den gleichen Namen - ob auch um dieselbe Person, ist ja
zweifelhaft.) In der Zweitüberschrift wird auch die "Furcht vor Anschlägen" herausgestellt. Im Text heißt es dazu:
"Die amerikanische Regierung rief ihre Bürger in aller Welt zu großer Wachsamkeit auf. Die diplomatischen
Vertretungen der Vereinigten Staaten wurden in höchste Alarmbereitschaft versetzt." Die Warnung wurde auch
von Interpol verbreitet.

Ansonsten stand bei der FAZ die Rechts- und Moralfrage im Vordergrund, die nichts mehr mit
Hintergrundmächten zu tun hat, aber in diesem Zusammenhang wichtig ist. Da geht es einmal um die Tat selbst.
Sie geschah auf fremdem Territorium, ohne Unterrichtung der pakistanischen Regierung, die Bündnispartner im
Antiterrorkampf ist, obwohl es viele radikal-islamischen Fanatiker in Pakistan gibt. Daher muß die pakistanische
Regierung etwas zurückhaltender sein als die US-Führung. Trotz erheblicher Zweifel an der Alleinschuld von
Islam-Terroristen am "11. September" steht die US-Führung dem Islam feindlich gegenüber. Wenn die US-
Führung ihren Bürgern jetzt die Gewißheit geben will - wie das u.a. in dem Kommentar "Der Kopf der Hydra"
geschieht -, daß mit der Beseitigung eines Erzfeindes deren Sicherheit erhöht wird, dann wäre daran nur unter der
Bedingung etwas Wahres, daß sich der CIA aus der Terrorszene zurückzöge. Bin Laden war in dieser Szene kein
einmaliges, unersetzliches Genie.

Wäre noch die Moral zu betrachten:

Nicht nur nach christlichen und sonstigen westlichen Maßstäben ist die Ermordung statt einer Gefangennahme
eines Verbrechers. zu verabscheuen. Auch die Gotterkenntnis lehnt Tötung außerhalb des Notwehrfalles ab. Aber
die Menschen sind nun einmal unvollkommen, d.h. viele Menschen haben die "Teufelsbrut": "Zank, Rachsucht,
Bosheit und Neid Mißgunst, Habgier" nur wenig oder gar nicht in ihrer Seele überwunden. Nur das Stormsche
"Größerwerden der Welt des Gadankens" befähigte die Menschheit in ihren Maßstäben Fortschritte zu erlangen.
Diese Möglichkeit schließt natürlich den traurigen Gegenfall nicht aus, daß gute Maßstäbe, weil sie Unlust
bereiten, über Bord geworfen werden. Das taten z.B. die 68er in verheerendem Maße, leider auch in der
Rechtsprechung. Trotzdem gibt es gewisse Verhaltensweisen, die als unschön, manchmal sogar als unmoralisch
empfunden werden. Menschen die dennoch so handeln, ohne die Maßstäbe zu leugnen, bekommen ein "schlechtes
Gewissen". Bei Frau Merkel setzen wir bei ihrem sonstigen Handeln keine hohen Maßstäbe voraus, sind also nicht
verwundert, daß sie sich über den Tod eines gehaßten Menschen freut. Nur ihr Amt hätte ihr so viel
Verantwortung auferlegen sollen, daß sie eigenes unvollkommenes Denken und Fühlen nicht auch noch als
Amtsperson in die Welt hinausposaunt.

Die Freude über die Tötung eines "bösen" Menschen könnte bei der derzeitigen Weltlage noch eine gefährliche
Nebenwirkung haben. Gaddafi wird ja auch verteufelt. Obwohl in der UNO-Resolution eine Zielsetzung, den
"Diktator" zu töten, ausdrücklich ausgeschlossen ist, sind die Antreiber des Nato-Krieges darauf bedacht Gaddafi
zu ermorden, wie die Angriffe auf seinen Wohnsitz mit der Tötung eines Sohnes und dreier Enkel zeigen. Wird
die Tötung bin Ladens als berechtigt dargestellt und läßt sich die Weltöffentlichkeit das bieten, dann rufen
Anschläge auf Gaddafi immer weniger Empörung hervor.

Daß Gaddafi kein Edelmensch ist - welcher Politiker ist es schon? -, stellt keinen Grund dar, ihn zu bekriegen. Er
hat den Libyern einen hohen Lebensstandard verschafft, und er war auf dem besten Wege diesen noch zu
vermehren. Durch Unterstützung weniger Rebellen und deren Mitläufern, die einen Hilferuf an die UNO und Nato
richteten, wurde der Wohlstand bereits arg geschmälert und kann bei weiteren Bombardements ganz zerstört
werden. Not aber schafft Abhängigkeiten, und so kann die Hochfinanz als Aussauger tätig werden, wo Gaddafi
seinem Lande Reichtum schaffte.

Zusammenfassend ist festzustellen:

1.)
Das Kommando-Unternehmen im Falle "bin Ladens" läßt Zweifel aufkommen, ob wirklich der "gefürchtete" bin
Laden entdeckt und getötet wurde, oder ob Obama und die US-Führung - in einem Stimmungstief bei der US-
Bevölkerung liegend - einen spektakulären Erfolg brauchten. Die schnelle Beseitigung der Leiche und die Sperre
vorliegender Bilder über den Leichnam sind verdächtig.

2.)
Der Versuch mit einer teilweise richtigen "Entschwörungstheorie" das Forschen nach Hintergründen insgesamt als
unsinnig erscheinen zu lassen, arbeitet den Weltmächtigen in die Hände.

3.)
Es sind deutlich Verwischungstendenzen zu beobachten: DNA-Analysenergebnis liegt schneller vor, als es
wissenschaftlich möglich ist. Bilder werden geheimgehalten und der Leichnam wird schnell entsorgt!

4.)
Es wird einmal der Eindruck erweckt, mit dem Tod bin Ladens sei die Terrorgefahr erheblich vermindert worden;
gleichzeitig wird aber von akuter Bedrohung durch Racheakte gesprochen. Das ist die übliche Wechselpolitik,
denn wenn es den mächtigen Regierungen um Frieden ginge, würden sie durch ihre Geheimdienste nicht immer
wieder Aufstände, wie derzeit in Nordafrika bis nach Syrien hin, entfachen.

5.)
Man muß unterscheiden zwischen den Maßstäben und dem durchschnittlichen Seelenzustand der Menschen. Man
braucht sich über niedrige Ansichten und Äußerungen nicht zu wundern und darf nicht so tun, als ob das etwas
ganz Ungewöhnliches wäre. Nur von Politikern sollte man erwarten, daß sie Äußerungen im Amt besser
überdenken.

6.)
Jubel über den Tod eines "stigmatisierten" Menschen, kann die Mächtigen zu weiteren Morden verführen. Auch
diese Nebenwirkung darf nicht übersehen werden.

Den Aufruf Erich Ludendorffs zu beachten: "Lernt geschichtlich denken", ist wichtiger denn je!

Elke und Dr. Gundolf Fuchs, 05.05.2011.
ePost: Gundolf.Fuchs(A)gmx.de
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Abgeschlossen am 30. Mai 2011.
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Verweise/Links zum Seitenanfang, zu anderen Fuchs-Texten usw.

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