W I D E R H A L L - Nr. 58

W E I H N A C H T / D e z e m b e r ~ 2 0 1 0 .
Ein privates Weltnetz-Magazin aus Deutschland.
Guten Tag wünscht Karl-Heinz.Heubaum(A)t-online.de
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Der Rechtsstaat und die Mafia.

Bürgeranwalt zu Generalstaatsanwältin.
Mein offener Brief:



Frau
Generalbundesanwältin
Prof. Monika Harms
c/o Der Generalstaatsanwalt beim
Bundesgerichtshof
Brauerstraße 30
76135 Karlsruhe


06.11.2010.


Sehr geehrte Frau Generalbundesanwältin Prof. Harms,

als Sohn eines Richters habe ich lange diesem "Rechtsstaat" vertraut. Diese Vertrauen ist mir in den
letzten Jahren jedoch deutlich abhanden gekommen. Und ich denke, dies geht Millionen von Menschen
in diesem Land genauso.

Als ich damit begonnen hatte, hinter die Scheinkulissen der Tagespolitik zu blicken, sah ich sehr viele
unschöne Dinge. Denn nicht mehr die vom Volk gewählten Politiker vertreten dieses Land, sondern
mächtige Interessengruppen, die sich hinter den Fassaden der Politiker verstecken. Dies sage nicht nur
ich, sondern auch der Bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer: "Diejenigen, die entscheiden, sind
nicht gewählt und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden."

"In Deutschland fühlen wir uns sehr wohl", sagte ein Pate der kalabrischen Mafia gegenüber SPIEGEL
ONLINE. Auf die Frage von SPIEGEL ONLINE "Stehen auch deutsche Politiker auf Ihrer
Gehaltsliste?" antwortete der Mafioso Capo: "Wenn es nicht so wäre, wären wir nicht da. Das große
Geld läßt sich nur verdienen, wenn die Politik mitmacht." (Quelle:

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,572828,00.html)

Nach einer aktuellen Studie des Linzer Ökonomen Friedrich Schneider haben die Umsätze der
organisierten Kriminalität in Deutschland einen Umfang erreicht, der einem Fünftel der
Wirtschaftsleistung des Landes entspricht. (Quelle:

http://www.welt.de/politik/article1273104/Deutschland_fuer_die_Mafia _das_gelobte_Land.html)

Auf einem Vortrag des Geldwäschebeauftragten der Bank of Austria habe ich erfahren müssen, daß die
Bauverkehrsinfrastruktur-Lobby in Deutschland in den festen Händen der organisierten Kriminalität ist.

Was soll ich denn davon halten, sehr geehrte Frau Generalbundesanwältin?

Wäre es nicht Ihre Aufgabe, gegen diese mafiösen Strukturen in Deutschland vorzugehen? Sind nicht
Sie auf dem Gebiet des Staatsschutzes die oberste Strafverfolgungsbehörde der Bundesrepublik
Deutschland? Üben nicht Sie gemäß § 142a Abs. 1 GVG das Amt des Staatsanwaltes in
schwerwiegenden Staatsschutzstrafsachen aus, welche die innere und äußere Sicherheit der
Bundesrepublik Deutschland in besonderem Maße berühren? Laut Ihrer Webseite betreffen die innere
Sicherheit insbesondere terroristische Gewalttaten. Damit meinen Sie wahrscheinlich die so genannte
"Al Kaida", bei der es sich ursprünglich nur um eine digitale Datenbank von arabischen CIA-Kämpfern
in Afghanistan handelte und die nach dem 11.9.2001 kurzerhand zum kollektiven Schreckgespenst der
gesamten westlichen Welt hochstilisiert wurde.

Und auf diesen Zug springen Sie mit auf? Haben Sie dabei die organisierte Kriminalität denn völlig
vergessen? Wissen Sie nicht, daß in Deutschland jedes Jahr mehr Menschen durch Jägerhand sterben
als durch Terrorismus? Liegt all dies vielleicht daran, daß Sie vermutlich ein Parteibuch haben und zu
dieser "Schicksalsgemeinschaft" gehören, die sich immer mehr vom Volk absetzt und die selbst für uns
Rechtsanwälte mit rechtsstaatlichen Mitteln nicht mehr zu belangen ist?

Es brodelt auf der Straße, sehr geehrte Frau Generalbundesanwältin. In Stuttgart geht bereits die
bürgerliche Basis auf die Straße. Was wird die herrschende Klasse mit uns Bürgern tun, wenn wir alle
auf die Straße gehen? Wird sie uns dann mit blanker Gewalt entgegentreten?

Um dies zu verhindern, bitte ich Sie höflichst, daß Sie diejenigen, die die Demokratie und den
Rechtsstaat untergraben und damit die wahre Gefahr für die innere und äußere Sicherheit unseres
Staates darstellen, endlich zur Rechenschaft ziehen. Dabei sollten Sie jedoch auf Parteibücher keine
Rücksicht nehmen, andernfalls werden Sie bei der Bekämpfung der organisierten Kriminalität keinen
spürbaren Erfolg haben.

Ich habe dieses Schreiben an Sie persönlich gerichtet. Ich bitte Sie daher, mir die oben aufgeworfenen
Fragen auch persönlich zu beantworten. Über Ihre persönliche Antwort würde nicht nur ich mich sehr
freuen, sondern auch die zahlreichen Besucher meiner Webseite, die mich immer wieder fragen, was
mit unserem "Rechtsstaat" los ist.

Mit freundlichen Grüßen

Dominik Storr

Rechtsanwalt

Erlacherstraße 9
D-97845 Neustadt am Main

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www.buergeranwalt.com
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Abgeschlossen am 11. November 2010.
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