W I D E R H A L L - Nr. 58
W E I H N A C H T / D e z e m b e r ~ 2 0 1 0 .
Ein privates Weltnetz-Magazin aus Deutschland.
Guten Tag wünscht Karl-Heinz.Heubaum(A)t-online.de
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"Ich habe mich in die Höhle des Löwen begeben".
Ein SPD-Bürgermeister auf dem Bundesparteitag der NPD.
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Der Fall Püschel - Die Führung der SPD distanziert sich -
Die NPD unterstützt den SPD-Bürgermeister.
*


SPD-Bürgermeister Hans Püschel steht der Gemeinde Krauschwitz in Sachsen-Anhalt vor. Bei seiner
Amtstätigkeit macht er sich Gedanken zur Lage der Nation, u.a. über die gesellschaftlichen und
sozialen Probleme in unserem Land. Er hat den Glauben in einer Demokratie zu leben und besucht
forsch den Vereinigungsparteitag von NPD und DVU in Hohenmölsen Mitte vorigen Monats.
Anschließend schreibt er seine Beobachtungen auf und schickt das Schriftstück als Leserbrief an die
"Mitteldeutsche Zeitung". Wie nicht anders zu erwarten, druckt die natürlich den Bericht nicht ab.
Doch der Bericht des SPD-lers - "Ich habe mich in die Höhle des Löwen begeben" - ist es wert, weit
verbreitet zu werden. Natürlich auch im WIDERHALL (KHH):


SPD-Bürgermeister auf NPD/DVU-Parteitag.


"Spricht es für Demokratie, Weltoffenheit und Toleranz, wenn von allen öffentlichen Seiten auf eine
unliebsame politische Gruppierung eingeschlagen wird? Da mir derartige Erscheinungen bereits vor
1990 nicht gefielen und ich mich dann automatisch mehr auf die Seite der Geschlagenen als der
Schläger stelle, war es mir ein Bedürfnis, der Sache auf den Grund zu gehen und mich selbst zu
überzeugen, was an den allseits Verteufelten so dran ist. Ich hab mich also am letzten Samstag (13.
Nov. 2010) in die Höhle des Löwen, ins Bürgerhaus nach Hohenmölsen begeben.

"Da es leicht regnete, konnte ich unauffällig einen Schirm mit nehmen für den Fall, etwas Stabiles in
der Hand haben zu müssen. Der Eingang war nicht passierbar mit dem Vermerk, die linken
Demonstranten hätten die Eingangstür beschädigt. Über Nebeneingang und den Weg einer fünf Euro
teuren Besucherkarte wurde ich eingelassen, hab an der Garderobe Mantel und 'Bewaffnung' abgelegt
und mich in den ziemlich vollen Saal gedrängt. Zu meinem Erstaunen war der angefüllt mit Menschen,
wie man ihnen an jedem anderen Ort auch begegnen kann. Viele junge Leute, Frauen, sogar Kinder. Ich
war fast etwas enttäuscht: Beinahe wie auf einem SPD-Parteitag! Keine Springerstiefel, keine
Schlägertypen. Und in den folgenden rund eineinhalb Stunden hab ich in den (allerdings manchmal zu
lauten) Redebeiträgen kaum einen Satz gefunden, den ich nicht selbst hätte unterschreiben können!
Diese Leute suchen offensichtlich auch nur nach Wegen, um Deutschland aus seiner kranken Situation
heraus zu führen.

"Dass Deutschland schwer krank ist in seiner Bevölkerungsentwicklung, bestreitet wohl ernsthaft
niemand mehr und nach der Diskussion mit Franz Müntefering letzte Woche in Weißenfels zum
Thema blieb bei mir auch nur die Gewißheit, daß selbst die 'qualifizierte' Einwanderung nur eine
Krücke für’s kranke Deutschland sein kann, aber keine Rettung vorm Rollstuhl oder Pflegebett bringt.
Diese 'rechten' Leute sagen das allerdings sehr direkt und ungeschönt. Mehr Kinder braucht das Land
und mehr Familienfreundlichkeit mit allen notwendigen Voraussetzungen! Da sind Leiharbeit,
Niedriglohn, befristete Beschäftigung natürlich Gift. Übrigens wurde das unter 'meiner' SPD-Regierung
eingeführt, bzw. verstärkt! Aber gesunde Familien und Kinder gibt es nur in gesunden Verhältnissen.
Wer in der Reihe derer, die das bunte Band durch Hohenmölsen anführten, hat selbst schon einmal
unter solchen Bedingungen gelebt?

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|| Ministerpräsident Böhmer (CDU):
|| "Zu viel Mitbestimmung des Volkes
|| kann Demokratie gefährden."
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"Unter Ministerpräsident Böhmer wurde in Sachsen-Anhalt eingeführt, daß Kinder von Arbeitslosen
nur noch fünf Stunden in den Kitas betreut werden. Gerade wohl diejenigen, die der stärksten
Förderung bedürften! Wer von ihnen hat schon mal an eine Betteltür klopfen müssen, weil er von
seiner Vollzeitarbeit nicht leben kann? Die NPD spricht von Ehestandsdarlehen mit Teilerlaß bei
Kinderzuwachs. Dies hab ich noch von DDR-Zeiten in angenehmer Erinnerung und es hatte wohl trotz
Pillenknick mit anderen Maßnahmen im Verbund auch für eine gute Geburtenentwicklung gesorgt. So
verlasse ich diesen Parteitag mit ziemlich gemischten Gefühlen.

"Beim Gang zum Markt komme ich an einer Gruppe von Bereitschaftspolizisten vorüber und frage sie,
wo es ihnen besser gefällt: in Hohenmölsen bei der NPD, oder in Gorleben bei manchen Chaoten? Na
gut, antworten darf nur der Pressesprecher, aber ihr fröhliches Grinsen ist Antwort genug! NPD und
DVU - undemokratisch sind sie? Wenn ich die 20 Jahre meiner Tätigkeit als Bürgermeister und
Kommunalpolitiker rekapituliere, dann muß ich feststellen, daß unsere Demokratie wohl mehr
Bürokratie geworden ist, nur noch ein formaler Ablauf. Dies kann ich täglich feststellen, in den Dingen
meines Dorfes wie in denen des Landes und der Republik. In jedem Sachgebiet, mit dem ich mich
befassen muß, merke ich, daß wohl das Volk am wenigsten regiert - schon eher die großen Finanz- und
Wirtschaftsgruppen. Die Kleinen zahlen und die Großen kassieren selbst als Versager noch! Das kann
ich jeden Tag neu in der Mitteldeutschen Zeitung lesen.

"Wir sprechen diese Dinge manchmal in den Talkrunden vorsichtig an, aber es ändert sich nichts
Merkbares. Ein der NPD nahestehender Bürgermeisterkandidat erhält knapp ein Viertel der
Wählerstimmen?! Wir entrüsten uns, wundern uns? Oder im Grunde nicht? Die steigende Zahl von
Nichtwählern sagt uns ja, daß immer weniger Menschen den Parteien der Mitte die Lösung ihrer
Probleme zutrauen. Kann man es ihnen verübeln? Ich denke, wenn die (nur noch formale) Demokratie
die existenziellen Probleme der Menschen und des Landes nicht löst, dann müssen es ja diejenigen
versuchen, die eine vielleicht etwas andere Demokratie bzw. Volksherrschaft installieren wollen.

"Das können dann auf Dauer auch keine bunten Stoffketten verhindern. Dazu müssen wir zuallererst
ins Gespräch kommen, auch mit den Verteufelten. Scheinbar haben die gar nicht so schlechte Ideen.
Zumindest wollen sie sich nicht mit dem Weg Deutschlands hin zum Altersheim abfinden - Ich auch
nicht! Und ich hoffe, viele Andere ebenfalls nicht. Aber dazu bedarf es radikaler Änderungen, wenn es
nicht zu spät sein soll, weit mehr als nur Rente mit 67 und erhöhter Einwanderung.

"Ich hoffe, daß Sie es veröffentlichen und sich eine derartige Diskussion trauen!

"Hans Püschel - SPD
"Bürgermeister in Krauschwitz"
*
Quelle: www.kompakt-nachrichten.de
*
Dann hoffen wir mal, daß all die Sarrazins, die Steinbachs, die Hermanns und die Püschels ihren
"Parteifreunden" mal richtig Dampf machen und sich organisieren. Die "Nazi-Keule" jedenfalls ist
keine geeignete Waffe gegen Patrioten aus den ehemaligen "Volksparteien".

Thomas Brehl

* * * * * *

Seitenbetreiber: Die Verausländerung, Überfremdung und Überalterung können und wollen auch die
Sarrazins und Steinbachs nicht ändern. - Nach etlichen Bedenktagen will nun die SPD dem
Bürgermeister von Krauschwitz, Hans Püschel, ein Parteiausschlußverfahren anhängen, was am 2.
Dezember gemeldet wurde. Treibende Kraft ist der Noch-Innenstaatssekretär Rüdiger Erben (SPD) in
Sachsen-Anhalt, wo in 2011 Landtagswahlen fällig sind. Im Nachgang zu seinem Besuch des rechten
Parteitages äußerte sich Herr Püschel einer Vielzahl von Medien gegenüber durchgängig positiv über
die Forderungen von NPD/DVU auf deren Parteitag. Nicht das geringste Zurückrudern oder gar ein
Widerruf. Zwangsläufig brach nun eine Gutmenschen-Empörungswelle über das kleine Dorf
Krauschwitz und seinem Bürgermeister herein.

Doch der Bürgermeister Püschel ließ sich nicht einschüchtern und legte im SPD-Partei-Gremium bei
der Anhörung erst richtig loß. Er sagte dort, "daß nicht die NPD den Rechtsstaat gefährde, sondern die
Parteien der Mitte." "Da brachen bei Genosse Erben, der zugleich Kreisvorsitzender der SPD im
Burgenlandkreis ist, dann alle Dämme: 'Der Bogen ist überspannt. Mir reicht es jetzt!' Erben kündigte
un ein Parteiausschlußverfahren gegen Püschel an, daß er gegenüber der 'Mitteldeutschen Zeitung' auch
mit knallhartem politischen Kalkül begründete." Denn die System-Politiker haben Angst, daß bei den
Landtagswahlen im Frühjahr 2011 die NPD in den Magdeburger Landtag einziehen könnte. Laut
Rüdiger Erben paßt da der "Kuschelkurs" des SPD-Bürgermeisters Püschel mit der NPD nicht ins
Konzept.

Karl-Heinz Heubaum
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Abgeschlossen am 8. Dezember 2010.
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