W I D E R H A L L - Nr. 58
W E I H N A C H T / D e z e m b e r ~ 2 0 1 0 .
Ein privates Weltnetz-Magazin aus Deutschland.
Guten Tag wünscht Karl-Heinz.Heubaum(A)t-online.de
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1. Die Wirtschaftskrise schärft den Blick.
2. China als Retter Europas?
3. Bankrotterklärung eines Spekulations-Systems.
4. USA: Das Tea-Party-Erdbeben.
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Michael Nier

Die Wirtschaftskrise schärft den Blick.

Spannende Zeiten voraus - mit der US-Wirtschaft geht es bergab.


Einleitung: Der Artikel wurde ~ v o r ~ den Wahlen in den USA
am 2. November d. J. geschrieben. Trotzdem halte ich ihn nach
wie vor für verbreitenswert, gibt er doch Einblicke in die
Wirtschaft der USA im Vergleich mit der BRD und z. B. China.
Siehe auch den 2. Beitrag "China als Retter Europas?" - KHH.

*

In der Bundesrepublik haben wir erst nächstes Jahr wieder Landtagswahlen. Im März 2011 stehen solche in
Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz an. Es sind wieder Wahlen in einem Krisenjahr,
in dem die Bürger den Glauben an das Aufschwunggeschwätz von Politikern und Medien verloren haben
werden.

Doch Wichtigeres geschieht gerade jenseits des Atlantiks, in den USA. Dort, so sagte Kenneth Rogoff,
befindet sich die Wirtschaft in einem tiefen Loch, das sie sich zehn Jahre gebuddelt habe und aus dem sie
so schnell nicht herauskommen werde. Es gebe auch derzeit kein Konzept, die Wirtschaft wieder zu
beleben. Die US-Bewohner fühlen das auch. Am 2. November 2010 werden in den USA alle 435 Sitze im
Repräsentantenhaus und 36 Sitze im Senat neu vergeben. Man erwartet, daß Leute zur Wahl gehen werden,
die bisher nicht mehr an Wahlen teilgenommen haben. Die schweigende Mehrheit, die bisher ignorant vor
sich hingelebt oder nur die Faust in der Tasche geballt hatte, könnte sich melden. Man darf gespannt sein.

Da in der Demokratie der Bürger nur bei Wahlen ein klein wenig zu entscheiden hat, können Wahlen in
Krisenzeiten den Reife- oder Wutzustand der Bevölkerung zeigen. Wehe, wenn sich der Pöbel aufmacht.
So werden Wahlen schwer berechenbar. Lobbyisten des großen Geldes können abgewählt werden, um
anderen Lobbyisten des großen Geldes Platz zu machen, die auch nicht weiterwissen. Die Republikaner
werden die Wahlen wohl gewinnen. Sie haben gerade die Macht verantwortungsfreier Kritik. Was sie einst
angestellt haben, ist vergessen.

Der unmündige Souverän ist fast erinnerungslos. Die Verarbeitung des Augenblicks treibt ihn. Medien
können ihn frei manipulieren. Ein Kreuzchen gesteuerter Wut auf dem Stimmzettel kann politische
Akzente setzen. Dann haben die bisher Regierenden auf einmal viel zu kitten. Präsident Barack Hussein
Obama wird ab November Verhältnisse in den beiden Kammern vorfinden, die ihn handlungsunfähig
machen werden. Diese Wahlen finden mitten in einer Depression statt, die sich gerade zu einer "Sehr
Großen Depression" ausweitet.

(Das Time Square in New York. Ein Bild von dem Amerika,
das wir schon immer kennen. Doch der Schein trügt, denn
dieses Amerika ist stark angeschlagen und immer mehr von
Selbstzweifeln geplagt. Die USA haben sich zum Teil ent-
industrialisiert. Steht die US-Gesellschaft vor'm Umkippen?)

Und das Vertrauen in den Präsidenten hat sich weitgehend verloren. Man hatte ihn extra als messianischen
Hoffnungsträger und Präsidenten der schönen Worte aufgebaut. Ein wunderbares Medienprodukt der
Reichen ist an der Realität zerschellt. Also wird auch er demontiert. Zum Glück für die Weißen ist er nicht
weiß. War das geplant? Wie er sich bis zur Präsidentenwahl 2012 schleppen wird, dürfte noch interessant
werden. Vielleicht sogar dramatisch.

Die große Weltwirtschaftskrise hat in den USA ihren Ausgang genommen und wird dort auch zu einer
weiteren Verschärfung reifen. Die USA haben sich die Fallgrube selbst gebuddelt, in die sie nun gefallen
sind. Die USA sind in allen Bereichen überschuldet, und nur durch Schöpfung immer neuer Dollarbeträge
aus dem Nichts durch die FED und die Banken bleiben sie scheinbar zahlungsfähig. Die
gesamtwirtschaftliche Finanzrechnung der FED (Financial Times Deutschland, 19. 9. 2010) nennt für das
2. Quartal 2010 folgende Schulden: private Haushalte 13450 Mrd. US-Dollar, nichtfinanzielle Firmen
10909 Mrd. Dollar, Finanzsektor 14744 Mrd. Dollar und handelbare Schulden des Staates 11094 Mrd.
Dollar.

Seit 1971, mit der Aufgabe der letzten Goldbindung des Dollars, unterliegt Geldschöpfung nur noch
selbstbestimmten Regeln der Hochfinanz. Ein Edelmetallanker, der bremsend wirken könnte, existiert nicht
mehr. Die FED wird einen Tag nach der Wahl, also am 3. November 2010 durch Ben Shalom Bernanke
voraussichtlich verkünden, daß die FED für 1000 Milliarden Dollar Staatsschulden der USA und andere
Schuldpapiere (Anleihen, Hypotheken) aufkaufen wird (Wirtschaftswoche, Nr. 38 vom 20. 9. 2010, S.
122). Die Notenpresse wird erneut angeworfen. Es wird international vermutet, daß die USA, um
Depression und Deflation zu vermeiden, ihre Schulden im Land und in aller Welt weginflationieren
möchten. Alle, die in den Dollarraum exportieren, erhalten sozusagen eine Kombination von Falschgeld
und Schwundgeld. Die USA vermehren ihr Geld selbst und entwerten es zugleich systematisch. Das kann
für unsere Zeit ungeheuere Wirkungen haben.

Man spricht noch von "Chinamerika", das heißt von China, das seine Industrialisierung vorangebracht hat,
indem es US-Schuldpapiere und Dollars entgegennahm, die es zum großen Teil bunkern mußte. Es soll
sich um 2500 Milliarden Dollar handeln. Die USA konnten mit den Billigprodukten ihre Bevölkerung
erfreuen, die seit den neunziger Jahren keine Erhöhung der Nettoeinkommen mehr hatte. Durch die
Immobilienhyper- und parallele Höhenverschuldung der US-Bürger wurde ein Konsum auf Pump
ermöglicht, der nun zu Ende ist.

China und die USA sind dadurch noch aneinander gebunden. Diese Bindung wird aber schrittweise
aufgelöst, denn in China steigen die Löhne, und der Binnenmarkt für die Bevölkerung wird systematisch
entwickelt. Die Kommunistische Partei Chinas hat aber weiterhin 2,5 Billionen Dollars in der Hand und
wird diese klug und scharf einsetzen. Die USA haben sich teilentindustrialisiert und viele
Produktionskapazitäten nach dem fernen Osten verlagert. Die nötige Technik existiert in den USA nicht
mehr. Allein im Rüstungssektor sind sie noch Spitze. Es gibt viele Fragezeichen.

(Solaranlagenmontage im chinesischen Wuhan. Die deutsche
Industrie blüht dank China - zur Zeit. Mittelfristig haben
sich die Chinesen, die nach den Schlüsselindustrien der
Zukunft jagen, besser positioniert. Und sie sind billiger.)

Die USA haben ohne hochqualifizierte Einwanderer kein Potential einer neuen Industrialisierung, denn das
eigene Bildungswesen ist auf solche Leistungsanforderungen nicht eingerichtet. Wir in Deutschland
konnten solche Verheerungen bei uns auch beobachten, denn das DDR-Gebiet wurde nach 1990 ebenfalls
weitgehend entindustrialisiert und das exzellente Bildungswesen zerschlagen. Selbst die Akademie der
Wissenschaften zu Berlin wurde vernichtet. 2,5 Millionen Industriearbeitsplätze wurden beseitigt. Die
ehemals weltberühmte Textilindustrie existiert in Sachsen nur noch in Resten.

Leider wird in der EU und in Deutschland seit Jahren das Bildungswesen nach US-Muster verheert. Aber
noch sind soviel Ausgebildete und Gebildete, Fähige und Talentierte in Deutschland vorhanden, daß wir
unsere Wirtschaft halten können. Übrigens gibt es besorgte Stimmen in den USA, die vermuten, daß allein
China und Deutschland aus der großen Krise gestärkt herauskommen könnten.

Sicher läuten bei den kosmopolitischen und den USA eng verbundenen Eliten da die Alarmglocken, auch
bei uns. Zu den, fiesen Maßnahmen könnte auch die Beseitigung der Fähigkeit zur Landesverteidigung
Deutschlands gehören. Steinbrück hat festgestellt, daß auch bei uns die sogenannten Eliten in
"Parallelgesellschaften" weit über dem Volk leben. Er sieht das als ernsthafte Gefahr für den ruhigen
Bestand des Gemeinwesens an.

In den USA machen sich Teile der Republikaner und insbesondere die Tea-Party-Bewegung dafür stark,
die USA von den gegenwärtigen Eliten in Washington zu befreien. Es ist eine immer breitere Bewegung.
Wie sie verlaufen wird, ist offen. (Siehe 4. und letzten Beitrag auf dieser Seite: "Das Tes-Party-Erdbeben".)

Wir als Deutsche sollten zu den immer unberechenbarer und immer egoistischer handelnden USA auf
Distanz gehen und unsere Wirtschaft vor dem Aufkauf mit wertlosen Dollars und Besetzung mit in den
USA geschulten und diesen verpflichteten Managern schützen.

Die kürzliche freche Forderung der US-Börsenaufsicht (SEC) an die Telekom, wegen Bestechungsgeldern
auf dem Balkan in Höhe von 32 Millionen Euro 500 Millionen Dollar zur Beendigung der Ermittlungen in
den USA zu zahlen, ist von den deutschen Verantwortlichen zurückgewiesen worden (Wirtschaftswoche,
Nr. 38,20.9.2010, S.lO). Vielleicht ist das ein Lichtblick. Deutsche Politiker und Konzernlenker sollten
danach bewertet werden, wie sie unsere nationalen Interessen wahrnehmen und sich gegen Anmaßungen
aus allen Himmelsrichtungen durchsetzen.

* * * * * *

China als Retter Europas?


China reicht Griechenland helfende "Hand", schlagzeilte unlängst das Handelsblatt, das globalistische
Humanitätsideal suggerierend. "Reiches China will klammen Griechen helfen", legte "Die Welt" etwas
unbeholfen nach und der "Wiener Presse" zufolge "soll" China Griechenland gar "retten". Ungleich
treffender war die Einschätzung im "manager magazin". In seiner Oktober-Ausgabe hieß es weniger
verzückt, dafür aber nüchterner, daß die Chinesen "in Griechenland einen neuen Brückenkopf für ihre
Interessen in Europa errichten". Und nicht nur das! Auch die arabische Halbinsel und Nordafrika sollen
über Athen für China erschlossen werden. Vorrangig sei es für die Chinesen, zunächst den gesamten
Mittelmeerraum zu sichern. In der Tat!

Zu diesem weit weniger humanitär als vielmehr strategisch und geopolitisch motivierten Zweck
beabsichtigen die Chinesen, Athen zu ihrem Einfallstor nach Europa machen. Nur deshalb "reichen" sie
Griechenland, dem abgrundtief bankrotten, einst führenden Kulturträger Europas, ihre "helfende Hand".
(Dollars haben sie mehr als genug, siehe oben bei Nier: "Die Kommunistische Partei Chinas hat aber
weiterhin 2,5 Billionen Dollars in der Hand und wird diese klug und scharf einsetzen." - KHH.)

Bei ihrem gewaltigen Engagement im Hafen von Piräus belassen es die helfenden Chinesen freilich nicht.
Sie wollen nicht weniger, als den gesamten hellenischen Südostaußenposten Europas unter ihren Einfluß zu
stellen. Längst wird insgeheim davon gesprochen, daß chinesische Unternehmen die marode griechische
Eisenbahn OSE übernehmen und zahlreiche Umschlagbahnhöfe bauen wollen. Auf diese Weise könnte es
den Chinesen gelingen, weite Teile Südost- und Mitteleuropas über Athen zu beliefern. Bislang laufen
Schiffe aus Fernost nach ihrer Fahrt durch den Suez-Kanal noch vielfach Häfen in Ägypten oder auf Malta
an, um von dort das südöstliche Mittelmeergebiet mit kleineren Schiffen zu versorgen. Diese Praxis könnte
in Kürze fallen. Mit Athen als größtem Containerhafen der Region unter ihrer Kontrolle hätten die
Chinesen einen Brückenkopf auf dem europäischen Kontinent, über den sie ihre gigantischen Exportströme
noch effizienter als bisher abwickeln könnten.

Damit ist der Expansionsdrang der Chinesen freilich nicht annähernd umschrieben worden. Eiskalt
kalkulierend - und dabei freundlich lächelnd - nutzen sie die wirtschaftliche und politische Schwäche der
Hellenen allumfassend aus. Als nächstes dürften massive Übernahmen im Tourismussektor bevorstehen.
Derweil sind die in jeder Hinsicht bankrotten Griechen verzückt: "Anders als Engländer, Deutsche und
Schweden haben die Chinesen Respekt vor uns und unserer Kultur", heißt es allen Ernstes im Forum der
Zeitung "Ta Nea" unter der Überschrift "Lang lebe China".

Mit ihrer klugen und ausgeklügelten Taktik haben die Chinesen bereits einen Fuß in der EU, wie der
Analyst Per-Ola Hellgren von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) einräumt. Mittelfristig
würden die Chinesen versuchen, auf die Politik der EU Einfluß zu nehmen - was angesichts der
katastrophalen Politik in Brüssel nicht unbedingt negativ aufgefaßt werden muß. Eine Abschwächung der
nunmehr erst in Angriff genommenen Vergrößerung der chinesischen Einflußsphäre ist nicht in Sicht. Im
Gegenteil, China soll dem japanischen Wirtschaftsblatt "Nikkei" zufolge bereits in Kürze im
Internationalen Währungsfonds (IWF) genauso viel Einfluß wie Japan erhalten. Die Aufstockung der
chinesischen Quote auf dann sechs Prozent sei bereits bei der Reform des Fonds im Herbst geplant. Diese
Aufstockung ist von enormer Bedeutung, da damit das Stimmrecht Chinas und der chinesische Einfluß auf
die Politik des Fonds erhöht werden.

Somit könnten hier künftig andere Akzente als bisher gesetzt werden - nicht unbedingt solche, die
kongruent (deckungsgleich - KHH.) zu den Idealen des Globalismus stehen. Der Kampf um die "Neue
Weltordnung" wird an allen Fronten ausgetragen. Somit verwundert es kaum, daß die westlichen, China
lediglich als Samariter der Hellenen darstellenden Medien eine dramatische Entwicklung gänzlich außer
acht lassen: Seit 2001 führt die Türkei jedes Jahr mit den Luftwaffen verbündeter NATO-Staaten
gemeinsame Luftmanöver unter dem beflügelten Namen "Anatolian Eagle" durch. Vergangenen September
hat sich die USA mit der bezeichnenden Begründung, die israelische Luftwaffe sei nicht zu den Manövern
eingeladen worden, geweigert, an diesen teilzunehmen.

Daraufhin hat die Türkei, die seit dem brutalem Überfall israelischer Soldaten auf den türkischen
Hilfskonvoi "Mavi Marmara" - bei dem mindestens neun türkische Staatsbürger erschossen worden sind,
ein Verbrechen, für das der Zionistenstaat einmal mehr keine Konsequenzen zu tragen hatte -, nicht mehr
gut auf Israel zu sprechen ist, kurzerhand die Chinesen eingeladen, an den Luftkampfübungen über
Anatolien teilzunehmen. Diese Einladung führte zu dem - bis jetzt! - einmaligen Vorgang, daß sich
chinesische Kampfflugzeuge an der Grenze zu Europa bei NATO-Militärübungen beteiligt haben. Pikant
sind darüber hinaus auch die Umstände, die diese Teilnahme praktisch erst ermöglicht haben, denn damit
die chinesischen Maschinen (Su-27 Kampfjets) überhaupt in die Türkei fliegen konnten, hatte der Iran
seinen Luftraum für die chinesische Luftwaffe geöffnet.

In dieser hier nur grob umrissenen Entwicklung liegen ungeheure Möglichkeiten! Ein Umstand, dem die
Zionisten und Verfechter des Globalismus nicht freudig gegenüberstehen. Denn dies ist überdeutlich: Die
wirtschaftlichen Machtverhältnisse verschieben sich aus dem Westen unaufhaltsam mehr und mehr nach
Asien, vorrangig nach China. Die Hochgradfreimaurerei ist aber vorrangig nur in der westlichen
Wertegesellschaft fest verwurzelt und dort maßgeblich tonangebend. In China haben die Macher der
"Einen Welt" keinen Einfluß. Somit liegt im chinesischen Engagement - bei aller Kritik! - nicht zuletzt
auch ein Funken Hoffnung. Und wenn dieser Funken nur auf der - keineswegs chinesischen Weisheit
beruht, daß der Feind meines Feindes mein Freund ist.

Claus Nordbruch

*

Quelle beider Texte & Bilder: Euro-Kurier Nr. 10/11/2010, Grabert-Verlag, Tübingen.

* * * * * *


Bankrotterklärung eines Spekulations-Systems.


Ab und zu öffnet die Systempresse ein Ventil,
um eventuell vorhandenen Überdruck vom Kessel
abzulassen. So bekommt der Zeitungsleser solch'
einen Leserbrief zu Gesicht, wie hier wiederge-
geben. Läßt sich so Volkes Zorn besänftigen? KHH.

*

Zum Artikel "EU stellt Irland harte Bedingungen - Sparprogramm soll Euro-Krise eindämmen" (Ausgabe
vom 23. November).

"Was sich in Irland abspielt, ist die erneute Bankrotterklärung eines aberwitzigen Spekulations-Systems,
verursacht durch verantwortungsloses Verhalten in Teilen des Finanz- und Bankensystems. Die von
liberalen Überzeugungstätern lauthals gepriesenen Selbstheilungskräfte sogenannter deregulierter Märkte
haben völlig versagt. Sie gibt es schlichtweg und einfach überhaupt gar nicht. Die Zeche zahlt der
Steuerzahler, weil Wirtschaftscowboys mit ihren abstrusen Vorstellungen einer deregulierten
Marktwirtschaft nach einem Prinzip wirtschaften, das da lautet: Gewinne kassiere ich - und Verluste
verteile ich. (Gewinne einstreichen - Verluste sozialisieren - KHH.)

"Den 'Transfermechanismus' zwischen überschuldeten und soliden Staaten der EU bezeichnet Ifo-Chef
Hans-Werner Sinn zu Recht als 'abenteuerlich'. Es kann nicht sein, dass soziale Errungenschaften,
Arbeitsplätze abgebaut, Lohndumping und Renten mit 67 eingeführt werden, um mit dem frei werdenden
Kapital in den Vorstandsetagen der Banken Boni-hungrigen Managern utopische Gehälter und irreale
Spekulationsblasen zu finanzieren.

"Die EU ist in Gefahr, weil stümperhafte Geckos gewaltige Kapitalmengen aus der realen Wirtschaft in die
irreale Welt der Spekulanten transferieren und das Geld verzocken. Die Regierung ist aber zu feige den
deutschen Steuerzahler zu schützen.
Stoppt endlich diesen Wahnsinn." D. Sch. Georgsmarienhütte.
(Quelle: Meller Kreisblatt, vom 29. Nov. 2010.)

* * * * * *

Das Tea-Party-Erdbeben.


Ein konservativer Sturm, den man praktisch als Aufstand des amerikanischen Volkes bezeichnen könnte,
ist über Washington losgebrochen. Bei den Wahlen am 2. November, den sogenannten "Mid-term
Elections", haben die Amerikaner nicht nur der Politik Präsident Obamas und der Demokratischen Partei,
sondern auch der Politik des ganzen Washingtoner Parteien-Kartells eine klare Absage erteilt.

Wegen des heftigen Volkszorns, der in den letzten Jahren wegen der machtgierigen Politik Washingtons
massiv wuchs, waren an diesem Tag die Sitze aller zur Wahl angetretenen Amtsinhaber in Gefahr.
Besonders Obama und seine amtierenden Demokraten erhielten von den Wählern eine Klatsche, während
die Republikaner große Erfolge auf allen Ebenen im ganzen Land erzielten. Im US-Repräsentantenhaus
verloren die Demokraten 64 Sitze und somit die Mehrheit an die Republikaner, die die Kontrolle
übernahmen. Dagegen behielten die Demokraten im Senat noch eine knappe Mehrheit, trotz eines Verlusts
von sechs Sitzen.

Obwohl sie den US-Senat noch kontrollieren, können die Republikaner künftig alle ihre Gesetzentwürfe
blockieren. Die Republikaner, konnten auch bei den Gouverneurswahlen und den "Legislativen" in vielen
Bundesstaaten Erfolge einfahren.


Die "neuen" Republikaner.


Aber der größte Gewinner des Tages war die konservative populistische Graswurzel-Bewegung, das
sogenannte "Tea Party Movement", das über die Republikanische Partei zur Wahl antrat. Ein Drittel aller
republikanischen Kandidaten, die gewonnen haben, wurde von der Tea Party unterstützt. Mit dieser Wahl
ist die Tea Party nun, wie ein Kommentator am Wahlabend äußerte, "...in Washington angekommen".
Dabei wurde sie dank ihrer Treue zu den Grundsätzen der amerikanischen Gründungsväter, nicht zu
irgendwe1chen "Democrats" oder "Republicans", nunmehr zu einer Bewegung der amerikanischen
Normalbürger, deren Stärke und Einfluß in den letzten Jahren immer größer wurde.

Mit dem Ziel, ehrliche, patriotische Volksvertreter in die Legislative zu schicken, verfolgt die Tea Party
das Vorhaben, die Republikanische Partei von innen zu übernehmen, nicht sich ihr nur irgendwie
anzuschließen. Die Republikanische Partei nach dem 2. November 2010 ist nicht mehr die Partei eines
George W. Bush, sondern eine durch die Tea Party stark beeinflußte Partei mit einem neuen Auftrag,
nämlich, die Machtbefugnisse Washingtons zu reduzieren und alle Staatsgewalt dem Volke zurückzugeben.

Mit den neugewählten Tea Party-Funktionären in den Legislativen der einzelnen Bundesstaaten und im US-
Kongreß sieht die Zukunft in vielen Bereichen viel besser aus, zum Beispiel: strengere Ausländerpolitik,
Beachtung der Souveränität der Einzelstaaten, verantwortungsvolle Wirtschaftspolitik, Aufhebung von
"Obamacare" usw. Diese Wahl bedeutet auch einen wichtigen Einschnitt für weiße Amerikaner. Wenn eine
Steuer-Protestbewegung die Republikanische Partei an der Basis übernehmen kann, könnte vielleicht auch
eine pro-weiße politische Bewegung in den Fußstapfen der Tea Party treten.
Auch das ist ermutigend an diesem Wahlausgang.
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Patrick Pressler
in "Deutsche Stimme", Postfach 10 00 68, D-01571 Riesa.
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Abgeschlossen am 29. November 2010.
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